Kategorie Archiv: Blog

AlpenHirt und ich – ein Rückblick mit Ausblick in die Zukunft

2013 - Zu Besuch beim Koch der Queen

Wir schreiben das Jahr 2013. Ich sitze in London im «Mosimanns», gerade von Anton Mosimann persönlich zu einem 5-Gänger in seinem «Club» eingeladen und denke darüber nach, wie ich ihn frage, ob er mit mir ein Foto machen würde.

Zu diesem Zeitpunkt liegt mein Studium zum Lebensmitteltechnologen bereits drei Jahre, meine Lehre als Chemielaborant bereits zehn Jahre zurück. Ich arbeite beim drittgrössten Fleischfabrikanten als stellvertretender Leiter im Qualitätsmanagement und mache berufsbegleitend meinen Master in Betriebswirtschaft. Es geht mir darum, das letzte Puzzle der industriellen Fleischverarbeitung kennenzulernen. Zuvor arbeitete ich in der Metzgerei «Arosa» auf Jamaica, hütete in Canada mit der Hilfe von Pferden rund 400 Mutterkühe und deren Kälber und arbeitete während gut 6 Monaten in einer Bündner Metzgerei, wo ich das Handwerk eines Metzgers lernte – schlachten, ausbeinen, zerschneiden, wursten und trocknen.

Mein Ziel vom Besuch in London ist es, mit genügend Selbstvertrauen heimzukehren und mein eigenes Geschäft zu starten. Mit dabei habe ich das «Bindenfleisch», welches wir im alten Walserhaus meines Grossvaters Anton getrocknet haben, in der Qualität, wie ich es bereits seit meiner Kindheit kenne. Mein Ziel ist es, dass auch meine künftigen Kinder und Enkelkinder noch richtiges Fleisch der Bündner Kuh geniessen dürfen. Ganz unter dem Motto:

Zurück zur Natur  - …will scho dr Urneni gwüsst het, was guat isch!

In Gedanken versunken kam just in dem Moment Anton Mosimann's Sohn, Philipp zu mir an den Tisch und fragte mich, ob ich kurz Zeit hätte. Anton würde gerne ein Foto mit mir machen…

2013 bis Heute – Vom Amateur zum Profi mit der grossen Vision

Zurück in der Schweiz erhielt ich von meinem Grossvater ein Darlehen und gründete mit meinem Wissen, meiner Erfahrung und dem Quasi-Ritterschlag von Mosimann im Herbst 2013 AlpenHirt als Einzelunternehmen.

Seither ist sehr viel passiert! Fortschritte wie Rückschläge. Seit der Gründung dürfen mein Team und ich uns heute über zahlreiche Stammkunden in der Deutschschweiz freuen.

Heute weiss ich, dass ich mit meinem ursprünglich in London gefassten Motto eine wertvolle Botschaft vermittle und damit vielen Menschen helfen kann, sich nachhaltig und gesund zu ernähren, ohne dabei die Natur und das Tier zu vergessen.

Die Vision von AlpenHirt ist es, schweizweit das bekannteste Unternehmen im Premiumbereich für nachhaltige, gesunde und schmackhafte Ernährung zu werden. Wir möchten mit ehrlicher und transparenter Kommunikation wachsen und die Bekanntheit der Mission von AlpenHirt erweitern.

Fleisch ist für uns ein Genussmittel und die Qualität ist das eine entscheidende Kriterium.

AlpenHirt steht für höchste Qualität und verzichtet auf den Einsatz unnötiger Zusatzstoffe, um dabei einen einzigartigen Geschmack zu garantieren. Damit gehen wir konsequent den Weg zurück zum Ursprung der Natürlichkeit.

Es ging mir von Beginn meiner Entscheidung, AlpenHirt zu gründen darum, dass wir Konsumenten künftig wieder eine Wahlfreiheit bzw. eine Alternative zu dem industriellen Einheitsbrei haben. Dass wir das Lebensmittel wieder als solches wertschätzen und uns über dessen Einfluss auf unsere Gesundheit wieder bewusst werden.

Es ging mir darum, dass wir wieder lernen, vermehrt auf unseren Körper als auf Big-Food und Big-Pharma zu hören. Ich bin überzeugt, dass der einzige Weg zu einer besseren Gesundheit, der Weg zurück zum Ursprung der Natürlichkeit ist.

Daran werden wir festhalten und die nachfolgend beschriebenen Schritte wagen. Und in die Zukunft investieren!

Das AlpenHirt Produktsortiment wird erweitert
Wo kommen deine Lebensmittel her?

Bereits heute bieten wir rund 80 Bauern eine regionale Alternative, damit ihre Tiere nicht als Hamburger der Grossindustrie enden müssen. Die AlpenHirt-Bauern können ihre älteren Kühe beim regionalen Metzger vorbeibringen und ihnen somit den langen Transport in die Grossschlachthöfe von Bell, Micarna oder Suttero durch die halbe Schweiz ersparen.

Um bei der Qualität und der natürlichen Fütterung der Kühe keine Abstriche machen zu müssen, bezahlen wir dem Bauer rund 10-15% mehr. Umso wichtiger ist uns eine gute Beziehung zum Produzenten, welche wir intensiv pflegen.

Aufgrund unserer Erfahrungen der vergangenen sieben Jahre wissen wir, wie schwierig es ist, qualitativ hochwertige und entsprechend auch etwas teurere Produkte an die Kundin und den Kunden zu bringen. Das ist Knochenarbeit, die nicht nur von uns, sondern auch von ganz vielen anderen Kleinproduzenten massiv unterschätzt wird. Corona-Zeiten und die ausfallenden Märkte und Messen verschärfen diese Probleme noch und führen dazu, dass viele Kleinproduzenten ihr Handwerk aufgeben müssen.

Wir finden, dass dies nicht nur sehr schade und für den einzelnen eine Katastrophe ist, sondern, dass dies langfristig auch die Vielfalt an nachhaltigen und natürlichen Produkten einschränken wird.

Aus all diesen Gründen möchten wir in den kommenden Monaten unser Sortiment sukzessive erweitern und Kleinproduzenten mit Herzblut eine Verkaufsmöglichkeit bieten. Wir möchten unser Sortiment mit Produkten von Produzenten ergänzen, die dieselben Werte und Grundsätze wie AlpenHirt befolgen.

AlpenHirt bald in neuem Design

Wie du weisst, gibt es die AlpenHirt-Rezeptur seit 1896. Entsprechend feiern wir in diesem Jahr das 125-jährige Jubiläum und schenken dem Alpenhirten ein neues Erscheinungsbild. Ein weiterer Grund für diese bedeutenden Anpassungen ist eine Änderung der Gesetzgebung. Ab diesem Jahr ist es nämlich zwingend, dass auf allen Produkten die Nährwerte abgebildet sind.

Für noch mehr Freude am Kaufen von AlpenHirt haben wir in den vergangenen Wochen im Team getüftelt und freudig die Zukunft geplant. Ab Mai 2021 legen wir los.

Keine Angst, die hohe Qualität der Produkte, die Tierfreundlichkeit und unsere Werte bleiben dieselben. Alles andere ändert sich und es wird gut!

Mit Power und Motivation in die Zukunft

Mit AlpenHirt ermöglichen wir unseren Kunden, sich selbstbestimmt und achtsam zu ernähren. Wir unterstützen die nachhaltige, gesamtheitliche Verarbeitung und Veredelung von Lebensmitteln.
Wir stehen für höchste Qualität und verzichten stets auf die Verwendung von unnötigen Zusatzstoffen..

Die Grundwerte meines «Urneni» werden in der Zukunft wahrer denn je...

Adrian Hirt im Februar 2021

Trockenfleisch bestellen Weitere AlpenHirt-Partnerprodukte entdecken
Veröffentlicht am Blog

Gutes Fleisch dank Achtsamkeit, Stolz und Freude

Andrea Werth absolviert ihr 7-monatiges Praktikum bei AlpenHirt als Bestandteil von ihrem Studium zur Hôtelière-Restauratrice HF.
Hier erfährst du, was Andrea in ihrem ersten Monat bei AlpenHirt erlebt hat.

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich sehr herzlich in Empfang genommen und durfte ein vorbildliches Onboarding erleben. Das Gefühl, ein Teil des AlpenHirt Teams zu sein, wurde mir ab der ersten Minute vermittelt. Danach war ich erstmals überwältigt von den ganzen Eindrücken, die ich über den Tag verteilt erhielt. Die gute Einarbeitung ermöglichte mir einen problemlosen Start ins verordnete Homeoffice. Trotz der Distanz funktioniert unser Austausch im gesamten AlpenHirt Team einwandfrei. Das Wundervolle an unserer Arbeit ist es, dass wir nicht nur Zeit im Büro verbringen, sondern mit unseren Bauern einen engen Kontakt pflegen und sie auf ihren Bauernhöfen bei Gelegenheit besuchen.

Das AlpenHirt Team besucht seine Bauern

Damit das Vertrauen zwischen AlpenHirt und den Bauern vorhanden bleibt, benötigt es einen besonders respektvollen Umgang und Pflege dieser Beziehungen. Den Einblick in die Welt der AlpenHirt Philosophie erhielt ich durch die Besuche bei unseren Bauern. Es beeindruckte mich sehr, zu sehen, auf was die AlpenHirt Bauern Wert legen.

AlpenHirt steht für ein «Kuh-gerechtes» Leben.

Unsere Reise begann in Paspels bei Georg Blunier auf dem Biohof Dusch. Er präsentierte uns seinen funktionell eingerichteten Laufhof und erklärte, wie eine Hofschlachtung funktioniert. Er gehört zu den ersten Bauern in Graubünden, die diese stressfreie Tötungsmethode anwenden. Anschliessend durchquerten wir die schmalen Strassen Richtung Pigniu. Dort trafen wir Hubertus Spescha, den Bauern mit der wohl unterschiedlichsten Rinderrassenauswahl in der Region, von Rätischem Grauvieh über Simmentaler, Braunvieh, Limousin bis Angus. Nach einem wärmenden Kaffee reisten wir weiter nach Obersaxen zu Anna und Kari Broger. Sie vertrauten schon fast seit Beginn ihre älteren Kühe AlpenHirt an. Sie schätzen vor allem die nahen Wege bis zum Schlachthof. Den nächsten Halt machten wir auf dem Hof von Lucas Arpagaus, einem sehr aufgestellten und glücklichen Bauern. Er führte uns zu seinen Hühnern, Ziegen, Yaks und schlussendlich zu seinen Kühen, von denen er viele spannende Geschichten zu erzählen hatte. Als letztes kehrten wir in Segnas auf dem Hof von Nelly und Thuri Huonder ein. Dieser Winter wird jedoch ihr letzter sein. Ab nächstem Jahr übergeben sie ihren Hof der nächsten Generation.

Für gutes Trockenfleisch braucht es mehr als glückliche Kühe

Wichtig war es uns, herauszufinden, was den Bauern besonders an der Zusammenarbeit mit AlpenHirt gefällt und wie zufrieden sie mit dieser sind. Wir spürten eindeutig, dass die Bauern stolz sind, ihre Tiere an AlpenHirt verkaufen zu dürfen. Jeder einzelne erwähnte, dass es ihnen viel bedeutet, bei ihren Tieren, die sie häufig 12 bis 15 oder sogar 20 Jahre lang gefüttert und begleitet haben, selbst bis zur Schlachtung dabei zu sein. Das Gefühl, ihre Tiere in einen Laster zu laden und diesen zu einem Grossschlachthof wegfahren zu sehen, wäre für sie viel zu schmerzhaft. Genau dort unterstützt AlpenHirt seine Bauern, indem sie ihre Lieblinge bis zum letzten Herzschlag begleiten dürfen.

Wir begleiten unsere Kuh bis zum letzten Augenblick

Es war sehr schön mitanzusehen, mit welcher Passion die Bauern ihre Höfe bewirtschaften und ihre Kühe verwöhnen. Die Bauern machen sich sehr viele Gedanken darüber, was das Beste für ihre Tiere ist. Sei es das beste Futter, wie hofeigenes, schmackhaftes Heu, das beste Stroh, damit sie sich darauf ausruhen können oder der schönste Laufhof, um im Schnee ein paar Runden zu drehen und frische Luft zu schnappen. Thuri Huonder erwähnte während seiner Hofführung, dass es fast das Beste sei, seine Tiere selbst bis zur Schlachtung begleiten zu dürfen. Wir fragten nach, was denn noch besser wäre. Seine Antwort war eindeutig: die Hoftötung.

«Die Tiere selbst bis zur Schlachtung begleiten zu dürfen, ist fast das Beste - noch besser wäre eine Hoftötung.»

Nach der Besichtigung der vielen Bauern und Ställe fehlte uns das Puzzleteil bis zum fertigen Trockenfleisch - die Fleischtrocknung. Wir besichtigten die wohlriechenden Trocknungsräume unserer Trocknerei Sialm in Segnas. Miterleben zu dürfen, mit wieviel Achtsamkeit, Stolz und Freude unsere Trockenfleischprodukte hergestellt werden, war für mich ein weiteres Highlight dieses Tages.

Lieber weniger, dafür besseres Fleisch geniessen – von bester Qualität!

Andrea Werth, Februar 2021

zum AlpenHirt-Team Trockenfleisch entdecken
Veröffentlicht am Blog

Märchenhaft

Die Tage werden kürzer, das Licht verändert sich, der Winter naht – die Adventszeit ist eingekehrt. Eine Zeit, die einlädt zum Verweilen, zum Lesen oder kreativ Gestalten. Eine Zeit, in welcher ein Zauber innewohnt, wo Wünsche in Erfüllung gehen können. Für Einige ist es auch eine Zeit der Märchen und Geschichten. Im Märchen «Drei Nüsse für Aschenbrödel» wünscht sich Aschenbrödel ein Mitbringsel vom Markt und bekommt letztendlich «nur» drei Nüsse. Dennoch: Aschenbrödel hebt sie sorgsam wie einen kostbaren Schatz auf, dessen Geheimnis von der Eule Rosalie behütet wird. Ihrer Stiefschwester jedoch ist kein Wunsch zu gross – sie will den Prinzen heiraten und als Prinzessin ins Königsschloss einziehen. Die Enttäuschung ist dementsprechend gross, als sich deren Erwartung nicht erfüllt.

 

Das Geheimnis behüten

Es spricht nichts dagegen grosse Wünsche zu äussern, den Fokus auf ein gewünschtes Ziel zu richten. Fixe Erwartungen jedoch behindern den kreativen Prozess und schliessen oft unerwartete Möglichkeiten aus. Das Geheimnis behüten, könnte bedeuten, seinen Traum lebendig zu halten, ohne das Ziel in eine feste Schablone zu stecken. Vielleicht sind Sie jetzt erstaunt, was dies mit dem Advent und der Weihnachtszeit zu tun haben soll. Das Geheimnis behüten, trägt ja wie einen Zauber in sich. Die Kinder lieben geheimnisvolle Geschichten und sie lieben die Weihnachtszeit. Was ist ihr Schlüssel, welcher das Tor des Zaubers öffnet? Kinder können staunen, tauchen in die Welt des «Samiklaus und Christkindli» ein – sie lassen sich verzaubern von der Welt der Märchen, der Feen und Prinzen. Gut, werden Sie vielleicht denken, den Kindern ist diese Gabe zum Glück für eine gewisse Zeit gegeben, doch für uns Erwachsene sieht die Welt eben anders aus. Gerade jetzt sowieso. Und dennoch, es gibt sie, diese Momente, wo wir durch einen Duft, ein Lied oder einen bestimmten Ort in unsere Kindertage zurückversetzt werden. Und genau dies können wir uns zu Hilfe nehmen. Machen wir uns also auf und verfolgen den Pfad der sinnerfüllten Erlebnisse, welcher das Kind in uns anzusprechen und Erinnerungen zu wecken vermag. Damit schaffen wir oft erst die Möglichkeit, überhaupt wieder an die vergessenen und verborgenen Träume zu gelangen. Diese aufzudecken, macht sie lebendig.

 

Drei Nüsse

Wenn wir bedenken, dass manchmal gerade die kleinen, unscheinbaren Dinge sich überraschenderweise als grosse Chancen und kostbare Geschenke entpuppen, kann uns dies sensibilisieren, aufmerksamer darauf zu achten. Unter Umständen können kleine Dinge wie die drei Nüsse, eine Begegnung oder ein Lächeln so wesentlich werden, dass sich die vielen, grossen Wünsche in Luft auflösen. Was bleibt, ist das, was wirklich zählt. Die Wertschätzung für das Einfache, das Echte hat viele positive Auswirkungen. So wird es zur Selbstverständlichkeit, der Natur und sich selbst Sorge zu tragen, sich für wichtige Anliegen einzusetzen, mutig seinen eigenen Weg zu gehen und sich – wie Aschenbrödel – nicht von widrigen Lebensumständen verunsichern und der Freude berauben zu lassen. Aschenbrödel nimmt die Hilfe und Freundschaft der Tiere an, vertraut ihren Fähigkeiten und bewahrt ihren Schatz gut auf. Es lohnt sich herauszufinden, für was die Symbole und Metaphern für einen selbst stehen und welchen Wert man ihnen gibt. Dem nachzugehen, was einen wirklich bewegt, inspiriert und stärkt, erzeugt Begeisterung und Freude – die beste Voraussetzung, für den Zauber von Weihnachten offen zu sein.

 

Wie im Märchen

Es ist tatsächlich wie im Märchen, wenn ein Wunsch, ein Traum oder eine Vision in Erfüllung geht. Doch wie auch im Märchen geschieht kaum ein Wunder wie aus dem Nichts heraus. Viel mehr sind es die Bereitschaft, der Mut und die Entschlossenheit, einer Bestimmung unbeirrt zu folgen, die glückliche Fügungen erkennbar machen und Möglichkeiten zu Wirklichkeiten werden lassen. Der Urneni hat seinem Sohn sein Geheimnis anvertraut. Der Neni wiederum hat es seinem Enkel weitergegeben, und dieser ist seinem Traum gefolgt. So steht AlpenHirt heute für seine Werte ein. Und die drei Nüsse?
Sie stehen für die drei G’s: Genuss, Gewissen und Gesundheit.

Mit einem wertvollen Produkt seine Wertschätzung einem bestimmten Menschen, Mitarbeitern, Familienangehörigen oder Bekannten entgegenzubringen ist gleichzeitig auch die Möglichkeit dem Tier und der Natur unsere Wertschätzung zurückzugeben.

Zu wertvollen geschenkideen
Veröffentlicht am Blog

Was machen die Kühe eigentlich im Winter?

7 Sommer feinste Alpkräuter gefressen

Kundinnen und Kunden von AlpenHirt, welche unsere Produkte regelmässig kaufen, wissen, dass die Kühe, von denen die feinen Salsiz und das hochwertige Bergfleisch stammt, durchschnittlich 7 Sommer auf Bündner Alpen feinste Gräser und Kräuter fressen durften. Nun wo der Winter näher kommt, erhalten wir oft die Kundenanfrage:

„Was passiert denn im Winter mit den Kühen?“

Früher wurden die Kühe auch im Winter als Arbeitstiere gehalten. Wie man im Bild oben erkennt, zieht diese Kuh einen Schlitten mit Futter hinter sich her. Die Kühe von AlpenHirt geniessen heute ein schönes, entspanntes und vor allem langes Leben.

Wenn in der Surselva der Sommer vorbei ist und die Kühe von der Alp zurück ins Tal kommen, gehen sie noch lange nicht in den Stall. Von Mitte September bis Ende Oktober dürfen sie auf den Weiden in Dorfnähe ihre Tage verbringen und frisches Gras fressen, sofern es nicht schneit. Wenn der Schnee fällt bedeutet das für die Bauern, dass sie ihre Kühe einstallen müssen. Und das passiert fast jeden Herbst in der Surselva. So kann es vorkommen, dass ein Bauer seine Kühe bis zu drei Mal einstallt, weil es zwischendurch immer wieder mal schneit.

Die Gemeinden in der Surselva liegen zwischen ca. 700 und 1200 Meter über Meer, und der Schnee war in diesem Jahr Ende Oktober in manchen Dörfern bereits bis zu 30cm hoch. Doch bis der Winter wirklich einkehrt dauert es noch eine Weile.

Was fressen die Kühe im Winter?

In der weitläufigen Surselva gibt es sehr viel Grasland, das im Sommer geheut wird. So steht den Bauern das ganze Jahr genug natürliches Futter für ihre Tiere zur Verfügung und sie müssen nicht, wie viele Bauern in anderen Regionen, Kraftfutter wie beispielsweise Soja oder Mais einkaufen, um ihre Tiere auch im Winter ernähren zu können.

Trockenfleisch entdecken

Lieber kalt als warm...

Sobald die kalte Jahreszeit dann eintritt und die Landschaft mit Schnee überzogen ist, gehen die Kühe schliesslich für längere Zeit zurück in den Stall. Doch auch im Winter können die Kühe an die frische Luft, wenn sie wollen. Damit gemeint ist der Laufhof, welcher jedem Stall angebaut ist und den strengen Vorschriften von "Mutterkuh Schweiz" entsprechen muss. Dieser besteht aus einem freien und einem überdachten Bereich, der direkt vom Stall aus betreten werden kann und wo die Kühe die schneeweisse Panoramasicht geniessen, oder sich im Stroh hinlegen können.

Die Kühe haben den ganzen Winter Zugang zum Laufhof, bei den meisten Bauern sogar rund um die Uhr. Der frische Schnee auf dem Laufhof dient dabei zur Pflege von den Hufen der Tiere. Er befreit sie von Dreck und macht sie wieder sauber, fast wie bei einer Pediküre. Wenn es ihnen zu kalt wird, gehen sie wieder in den warmen Stall, wo sie schlafen, essen und ihre Jungen säugen. Grundsätzlich haben die Kühe kältere Temperaturen jedoch lieber. Sie fühlen sich dann wohler und essen mehr als im Sommer, wenn es bis zu 30 Grad warm ist.

Beziehung zwischen Bauer und Kuh

Die Bauern haben eine sehr enge Beziehung zu ihren Tieren und kennen sie sehr gut. Das wird einem bewusst, wenn man berücksichtigt, dass die meisten Kühe 12 bis 15 Jahre alt werden, gewisse auch bis zu 20 Jahre alt. Den Bauern ist es deshalb sehr wichtig, dass es ihren Kühen immer gut geht, auch im Winter. Alejandra von AlpenHirt ist fast täglich in Kontakt mit den Bauern, die uns ihre Kühe anvertrauen. Sie schätzen den Austausch und erzählen gerne über die Persönlichkeit ihrer Tiere, wie der Sommer auf der Alp war und wie froh sie sind, dass sie ihre Kühe bei AlpenHirt in guten Händen wissen.

Alejandra Schircks, November 2020

Trockenfleisch natürlich ernährter Kühe entdecken Feines zum Verschenken
Veröffentlicht am Blog

Das Geheimnis von Tschiertschen

Urneni Anton Haslser

Einst lebte am sonnigsten Hang vom Schanfigg Anton Hassler, mein Urneni (Urgrossvater). Schon zu seinen Lebzeiten verwendete er für sein Bündnerfleisch jeweils eine eigene alte Kuh. Sie hatte keine langen Transporte hinter sich oder musste gar Kraftfutter aus Übersee fressen.

Die Kuh vom Urneni lebte lange glücklich grasend in unseren Alpen und schenkte dabei vielen Kälbern ein Leben.

Im alten Walserhaus in Tschiertschen lebte Anton Hassler Junior, mein Neni, und auch er zerlegte im Herbst jeweils einen Kuhstotzen auf dem Küchentisch, salzte die Stücke mit Hilfe der alten Familienrezeptur im Keller ein, übergoss sie mit Rotwein und hängte sie während den Wintermonaten im "Fleischkämmerli" auf.
Der Urneni gab dieses Handwerk der Fleischtrockung also meinem Neni weiter, welcher diese Tradition mit viel Herzblut und Stolz weiterführte. Auch mein Neni verzichtete immer ganz bewusst auf den Zusatz von Pökelsalz - "und es müsse eine gute alte Kuh sein, so eine ausgemagerte Milchkuh gebe nichts Gutes", höre ich ihn noch heute predigen.

Während dem Studium zum Lebensmitteltechnologen begann ich mich dann mehr für unsere Nahrung zu interessieren und habe festgestellt, dass diese nur noch ganz wenig mit der Natürlichkeit wie zu Urneni's Zeiten gemein hat.

Bündnerfleisch ohne Pökelsalz, ohne Zucker, ohne Ascorbate und andere Zusatzstoffe gab es 2013 als ich erstmals darüber nachdachte AlpenHirt zu gründen, nicht zu kaufen!

Natürliches Trockenfleisch bestellen

 

Was ist passiert mit dem guten alten Bindenfleisch von meinem Urneni?

Grundlage für das nach heutigen Standards produzierte und von uns umbenannte BERGFLEISCH sind die besten Stücke vom Rind: das Muskelfleisch der Oberschenkel, vom Rücken und der Huft. Dieses wird von Fett und Sehnen befreit, mit Salz und Gewürzen eingerieben und bei tiefen Temperaturen eingelagert. Dann werden die Fleischstücke zum Trocknen während mehreren Monaten aufgehängt.
Das Ergebnis ist natürlich konserviertes Fleisch mit einem hohen Anteil an Proteinen und Vitalstoffen.

100 Gramm Bergfleisch enthalten durchschnittlich 45 Gramm Eiweiss. Zusätzlich sind im Bergfleisch auch Vitamine wie B1, B2 und Niacin sowie Mineralstoffe wie Eisen und diverse Spurenelemente enthalten.

Was zudem für unser Bergfleisch spricht: die leichte Verdaulichkeit, der hohe Sättigungsgrad und der gute energetische Nutzwert. Und natürlich der einzigartige Duft und Geschmack dieses Naturproduktes, das noch wie zu Urneni’s Zeit ganz ohne E-Nummern oder andere Zusatzstoffe auskommt. 

 

Das Kleingedruckte beachten

Das noch immer von den meisten Trockenfleisch-Produzenten eingesetzte Salz enthält ca. 2 % Natriumnitrat, was für die stabile und gleichmässig rote Farbe sorgt. Leider ist dieser Zusatzstoff, der im chemischen Labor hergestellt wird, auch für den einen oder anderen Krankheitsfall verantwortlich. Nitrate bilden zusammen mit Proteinen nämlich Nitrosamine, die nachweislich krebserregend sind.

 

Salz ist nicht gleich Salz

Mein Neni lehrte meine Familie und mich, dass es auch möglich ist, Binden- und Bergfleisch ohne Zucker und Nitrat herzustellen. Das alte Wort Bindenfleisch bezieht sich gemäss dem im Jahr 1881 erschienenen ersten Band des Idiotikons auf die Tücher oder eben Binden, mit denen das Fleisch umwunden und zur Trocknung aufgehängt wurde. Ohne Bünderfleisch-Zertifizierung darf man das Wort Bindenfleisch heute leider nicht mehr verwenden. Sollten wir uns entsprechend zertifizieren lassen, müssten wir die naturbelassenen und edlen Fleischstücke in eine unnatürliche rechteckige Form pressen – deshalb BERGFLEISCH, eben DAS edle und natürliche Fleisch vom Berg. 

Bergfleisch bestellen

 

Neni sollte recht behalten und dank seinem Wissen entstand im Jahr 2014 AlpenHirt.

Das Firmenlogo, der 2014 gegründeten Firma AlpenHirt schmückt sich mit dem Ebenbild vom Urneni.

Leider verstarb dieser 1948, vor meiner Zeit, viel zu früh an einem Herzinfarkt.
Zu verdanken habe ich mein Wissen und die Abneigung gegen unnötige chemische Zusatzstoffe meinem Neni. Sein ganzes Leben verbrachte er seine Freizeit in der Natur, häufig in seiner Jagdhütte auf der Alp Farur. So bekam er vom Gemeindepräsident einst den Übernamen "Baron von Farur" und ich kreierte 2014 den «Farurer Baron», der sich durch sehr wenig Fett und viel Protein von anderen «Salsizarten» unterscheidet.

Beim Genuss dieser Edelwurst sollte ein gutes Glas Wein Veltliner oder Bündner Blauburgunder auf keinen Fall fehlen. So hat es einst auch mein Neni gehandhabt. 

 

«AlpenHirt» - Wenn Bio zur Nebensache wird!

Nur schon in der Schweiz gibt es über 150 verschiedene Lebensmittel-Labels. Das bekannteste ist unbestritten Bio. Laut einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2018 vertrauen über 2/3 der Schweizer Bevölkerung dem Label Bio «sehr» oder «eher».
Als Produzenten wissen wir, dass jedes Label administrativen Auftrieb und hohe Kosten verursacht – ob es wirklich zu mehr Vertrauen und einem höheren Absatz führt, ist hingegen nicht nachvollziehbar. Auch AlpenHirt darf bzw. muss sich mit einem Label «schmücken».

Wir sind Bergzertifiziert! Das heisst, unsere Kunden können sich sicher sein, dass alle Tiere, welche zur Marke «AlpenHirt» werden, auch wirklich ein schönes und natürliches Leben im Schweizer Berggebiet geniessen durften.

Alles AlpenHirt-Trockenfleisch stammt immer von einer durchschnittlich 10-jährigen Kuh, die 7 Sommer auf einer Bündner Alp verbringen durfte und 8 Kälbern ein Leben schenkte.

Die Fleischstücke werden hierbei anstatt mit Pökelsalz eingerieben, in Natursalz, Gewürze und feinem Rotwein gebadet.
AlpenHirt verarbeitet nicht nur kein Pökelsalz, sondern auch keine anderen künstlichen Zusatzstoffe und schon gar kein Fremdfett. Bündner Bergkühe, Rotwein, Schweizer Alpensalz, natürliche Gewürze und schonendes Lufttrocknen genügen für den vollkommenen Genuss.
Natürlich natürlich, wie zu Urneni’s Zeiten.
Im Umkehrschluss heisst dies, dass wir von jedem der rund 80 Bauern die uns ihre Kühe liefern, zwei Dokumente über den Betrieb sowie die Bergzonen-Zugehörigkeit besitzen müssen. Die Surselva ist so strukturiert, dass sie zwangsläufig im Berggebiet liegt und andererseits durch grosse Weideflächen und viele Alpen gesegnet ist.
Der Trend geht zurzeit in die Richtung, dass wir einem regional produzierten Lebensmittel immer mehr Vertauen als «Bio», was im Zeitalter der Transparenz durchaus Sinn ergibt.

Achte beim Einkauf neben dem unbestritten guten Bio-Siegel doch auch einmal auf das BAIV-Logo. Diese Produkte wurden mit einem erheblich grösseren Aufwand und meist unter biologischen Gesichtspunkten auch wirklich im Schweizer Berggebiet produziert! 

 

AlpenHirt steht für ein «Kuh-gerechtes» Leben

✔ AlpenHirt verarbeitet nur Bündner Mutterkühe, die natürlich ernährt wurden.

✔ Die durchschnittliche AlpenHirt-Kuh wurde 10 Jahre alt, hatte 8 Nachkommen und genoss 7 Sommer auf Bündner Alpen.

✔ Die Milch der Mutterkuh ist ausschliesslich ihrem Kalb vorbehalten.

✔ Die Mutterkühe sind jeden Sommer 100 Tage auf der Alp – die sonst nicht bewirtschaftet werden würde.

✔ Der Landverbrauch der Haltungsform «Mutterkuh» – insbesondere im Berggebiet - ist dabei wesentlich kleiner als in der konventionellen Milchproduktion. Zudem brauchen Mutterkühe im Gegensatz zu Milchkühen kein Kraftfutter.

✔ Die negativen Umweltauswirkungen sind durch die von AlpenHirt unterstützte und geförderte Haltungsform massiv geringer als in konventioneller Produktion!  

Zu den Produktions-Standards

 

Was macht AlpenHirt einzigartig?

Das wichtigste für AlpenHirt ist das Tier und seine Gesundheit. Nur gesunde Nutztiere liefern uns gute und gesunde Nahrungsmittel.

«Wenn wir Fleisch essen, so essen wir das, was das Tier zu Lebzeiten gegessen hat.»

Mal ehrlich, welche Kuh würde schon chemisch behandelten Mais und Soja aus Brasilien den saftigen und firschen Bündner Bergkräutern vorziehen? Wohl keine einzige!
Immer mehr Konsumenten setzen sich mit einer bewussten und nachhaltigen Ernährung auseinander und wollen den Wertschöpfungsweg zurückverfolgen. Das ist bei uns transparent und ehrlich möglich, wir haben nichts zu verstecken!
Bergsalsiz, Chilisalsiz, Hanfsalsiz, Farurer Baron, Bergfleisch aber auch das heimische Bratfett passen zum aktuellen Zeitgeist.

Bereits Hippocrates sagte «Lasse Nahrungsmittel deine Medizin und deine Medizin die Nahrungsmittel sein».

Die Kombination von Genuss, Gewissen und Gesundheit macht AlpenHirt einzigartig!

Zum Trockenfleisch Zu feinen Geschenk-Ideen

Adrian Hirt, im Oktober 2020

Veröffentlicht am Blog

Bindenfleisch einer Bündner Kuh

Bündnerfleisch

Mein Grossvater, oder Neni, wie wir zu sagen pflegen, produzierte Trockenfleisch seit ich mich erinnern kann. In seinem 1847 erbauten Walserhaus in Tschiertschen in Graubünden zerlegte er einen Kuhstotzen jeweils auf dem Küchentisch, salzte die Stücke im Keller ein, übergoss sie mit Rotwein und hängte sie während den Wintermonaten im "Fleischkämmerli" auf.

Dieses Handwerk lernte er wiederum von meinem Urneni (Ur-Grossvater - ebenfalls Anton Hassler) und seiner Frau Betti.
Mein Neni Anton verzichtete immer ganz bewusst auf den Zusatz von Pökelsalz - "und es müsse eine gute alte Kuh sein, so eine ausgemagerte Milchkuh gebe nichts gutes", höre ich ihn noch heute predigen.

Während dem Studium zum Lebensmitteltechnologen begann ich mich dann mehr dafür zu interessieren und habe festgestellt, dass unsere heutige Nahrung nur noch ganz wenig mit der Natürlichkeit wie zu Urneni's Zeiten gemein hat. Bündnerfleisch ohne Pökelsalz, ohne Zucker, ohne Ascorbate und andere Zusatzstoffe gab es 2013 als ich erstmals darüber nachdachte AlpenHirt zu gründen, nicht zum kaufen!

Was ist passiert mit dem guten alten Bündnerfleisch von meinem Urneni?

Ich habe keine Allergie oder Intoleranz. Mein Urneni verwendete für sein Bündnerfleisch jeweils eine eigene alte Kuh. Sie hatte keine langen Transporte hinter sich oder musste viel Kraftfutter fressen, die nicht nur im Anbau, sondern auch dem damit verbunden erhöhten Ausstoss von Methan unser Klima schädigt. Sie brauchte aufgrund der natürlichen Ernährung wohl auch nie Antibiotika. Rund 80% von allem Bündnerfleisch das heute produziert wird, stammt von importiertenm Fleisch von ausländischen Tieren.

Bündnerfleisch bestellen

Bündner Bindenfleisch und nicht Bündnerfleisch

Neni Anton mochte das Wort Bündnerfleisch übrigens gar nicht; es sei ja kein Fleisch von einem Bündner. Er stellte immer „Bindenfleisch“ her. Dies ist das alte Wort für Bündnerfleisch. Der Name Bindenfleisch bezieht sich gemäss dem im Jahre 1881 erschienenen ersten Band des Idiotikons auf die Tücher oder eben Binden, mit denen das Fleisch umwunden und zur Trocknung aufgehängt wurde.

"Grundlage für das nach heutigen Standards produzierte Bündnerfleisch GGA sind die besten Stücke vom Rind: das Muskelfleisch der Oberschenkel. Dieses wird von Fett und Sehnen befreit, mit Salz und Gewürzen eingerieben und bei tiefen Temperaturen eingelagert. Dann werden die Fleischstücke zum Trocknen aufgehängt. Nach einigen Wochen wird das Fleisch gepresst – und erneut über Wochen in natürlichem Klima getrocknet.
Das Ergebnis ist natürlich konserviertes Fleisch mit einem hohen Anteil an Proteinen und Vitalstoffen. 100 Gramm Bündnerfleisch enthält durchschnittlich 40 Gramm Eiweiss. Zusätzlich sind im Bündnerfleisch auch Vitamine wie B1, B2 und Niacin (pp) sowie Mineralstoffe wie Eisen und diverse Spurenelemente enthalten. Was zudem für Bündnerfleisch spricht: die leichte Verdaulichkeit, der hohe Sättigungsgrad und der gute energetische Nutzwert. Und natürlich der einzigartige Duft und Geschmack. Ein wahres Erlebnis." so steht es auf der Website vom Bündner Fleischfachverband.

Natursalz ist nicht gleich Pökelsalz

Was nicht geschrieben wird, ist dass das Salz meist ca. 2 % Natriumnitrat enthält, das im chemischen Labor hergestellt wird und für die stabile und gleichmässig rote Farbe, wie auch für den einen oder anderen Krankheitsfall verantwortlich ist. Nitrate bilden zusammen mit Proteinen nämlich Nitrosamine, die krebserregend sind.

Das AlpenHirt-Bündnerfleisch im Gegensatz stammt immer von einer Kuh, die durchschnittlich 7 Sommer auf einer Bündner Alp verbringen durfte.
Die besten Fleischstücke werden hierbei anstatt mit Pökelsalz eingerieben, in Natursalz, Gewürze und feinen Rotwein eingelegt. Der Eiweissgehalt von unserem Bündnerfleisch ist mit über 45 Gramm Protein sehr hoch.

Übrigens: Neni mochte nicht nur sein Bindenfleisch, er hatte auch immer gerne ein Stück "Tschungga" (Beinschinken) in seiner Gerstensuppe. Diesen kochte er immer und verwendete das Kochwasser keinesfalls für den Sud. "Das sei das Gift" - erst später verstand ich, dass er damit wohl das zur Salzung hinzugefügte Pökelsalz meinte.

Gewusst? Auch eine Kuh ist, wie ein Kalb ein Tier der «Rindergattung».
Rindshackfleisch besteht meist aus ausgedienten Milchkühen.

 Wie lagere ich Bündnerfleisch am besten?

Zu Urnenis Zeit kannten wir noch keinen Kühlschrank und Zip-Beutel gab es auch noch nicht.

Aus gesundheitlichen Gründen ist alles AlpenHirt-Trockenfleisch jedenfalls ewig haltbar, sofern keine fremden Bakterien mit ihm in Kontakt kommen. Es wird einfach immer härter...

Wenn sich die Originalpackung bläht, heisst das nicht, dass das Produkt verdorben ist. Im Gegenteil – Fleischeigene Mikroorganismen zersetzen das «zähe» Collagen, was diese "geblähten" Stücke besonders zart macht.

Wir empfehlen folgende, heute mögliche Lagerung:

  1. In einem kühlen Keller oder Kühlschrank aufbewahren
  2. Nach dem Öffnen den Plastik ganz entfernen
  3. Falls nicht auf einmal fertig genossen in einem leicht feuchten (Wasser oder Rotwein) Lein- oder Stofftuch einwickeln (oder erneut vakuumieren).

Wenn das zu kompliziert ist, reicht meist auch ein Zip-Beutel zur Lagerung im Kühlschrank. In dem Fall sollte der Beutel jedoch alle paar Tage geöffnet und ein Stück gegessen werden, sonst "verstickt" das Fleisch mit der Zeit. 

Gewusst? Bei längerer Lagerdauer bildet sich weisser bis hellgrauer Edelschimmel. Kein Grund zur Sorge! Dieser schützt das Fleisch während der Reifung und kann mitgenossen - oder auch abgewischt werden.

Das edle Stück mindestens zwanzig Minuten vor dem Genuss, ähnlich wie Wein temperieren, damit sich die Aromen optimal entfalten.

An guata!

Zum AlpenHirt Trockenfleisch

Masentierhaltung gibt es bei AlpenHirt keine

Voksinitiativen für eine ethische und umweltverträgliche Tierhaltung mehren sich

Am 29. Januar 2020 entschied der Bundesrat die Ablehnung der Volksinitiative «Keine Massentierhaltung in der Schweiz (Massentierhaltungsinitiative)» Die Landesregierung möchte einen direkten Gegenentwurf ausarbeiten und die vom Schweizer Tierschutz STS geforderte tierfreundliche Haltung, den regelmässigen Auslauf und die schonende Schlachtung in der Verfassung verankern. Ein erster Schritt.

Franziska Herren vom Initiativ-Komitee «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz» fordert weiter:

"Landwirte sollen nur noch so viele Tiere in ihren Ställen und auf ihren Weiden halten dürfen, wie sie Futter im eigenen Betrieb produzieren können. Wer sich daran hält, wird auch künftig mit staatlichen Subventionen unterstützt. Wer nicht mitmacht, geht leer aus". 

Nüchtern betrachtet eigentlich sinnvoll, wenn man sich bewusst ist, dass wir zurzeit jährlich 1.2 Millionen Tonnen Futtermittel in die Schweiz importieren, nur damit Fleisch weiterhin billig und in Massen verfügbar ist. Hektarweise Regenwald wird dafür brandgerodet, und damit nicht erneuerbare Ressourcen irreversibel vernichtet.
Klar, es würde weniger Fleisch gegessen werden, weil dieses teurer wird. Viele Arbeitsplätze in der "alten Industrie" gingen verloren.
Die Landwirtschaftslobby bekämpft das Anliegen deshalb auch mit viel Geld. Der Schweizer Bauernverband (SBV) hat das Jahr 2020 sogar zum "Schicksalsjahr" erkoren – auch wegen Herrens Volksinitiative, die noch in diesem Jahr vors Stimmvolk kommen soll.

Auch wenn es solche Anliegen noch schwer haben die notwenigen Mehrheiten zu finden, so ist nichts so sicher wie der Wandel. Dieser wird kommen - ganz bestimmt.

Die Zukunft wird nachhaltiger, ethischer und gesünder, definitiv - und das sind super Nachrichten. Für uns, für unsere Kinder und unsere Grosskinder und deren Kinder.

 

Fern von gängigen Stigmata

Mit AlpenHirt gehen wir bereits seit fünf Jahren unseren eigenen Weg. Fern von gängigen Stigmata der Nahrungsmittelindustrie. Nahe beim Kunden, nahe an der Landwirtschaft, nahe beim Tier.

AlpenHirt steht hierbei für ein «Kuh-gerechtes» Leben.

Wir meinen, dass es beim Fleisch einzig auf die Qualität ankommt. Eine hohe Qualität von Fleisch aus Massentierhaltung ist eine Widersprüchlichkeit in sich. Die Gesundheit vom Tier ist Matchentscheidend. Und dies hängt in erster Linie damit zusammen, was das Tier gegessen hat, woher seine Nahrung stammt und wie diese produziert wurde.
Bei AlpenHirt ist nur hofeigenes, nötigenfalls regional zugekauftes Futter erlaubt - kein importiertes Kraftfutter. Die Kühe, die zu Bindenfleisch und Salsiz verarbeitet werden, durften durchschnittlich 10 Jahre alt werden, hatten acht Nachkommen und verbrachten 7 Sommer genüsslich fressend auf der Alp.

Massentierhaltung gibt es bei AlpenHirt keine. Wir essen lieber weniger, dafür besseres Fleisch - eben Qualität!

Nachfolgend findest du unsere Produktionsstandards, mit denjenigen von Bio Suisse gegenübergestellt:

Alpenhirt-Produktionsstandards Trockenfleisch aus guter Haltung kaufen

Die drei G's - Genuss, Gewissen & Gesundheit

GENUSS, GEWISSEN und GESUNDHEIT - das sind die drei Werte, welche unsere Trockenfleisch-Manufaktur anders machen!

Es werden nur gesunde Tiere von nahe gelegenen Bauernhöfen verarbeitet. Die Ernährung erfolgte ausschliesslich mit Hof- und alpeigenem Futter. Auch bei der Verarbeitung gehen wir andere Wege:
Zusatzstoffe und Verarbeitungs-Hilfsstoffe sind bei AlpenHirt keine erlaubt. Kein Pökelsalz, kein Zucker, keine Zusatzstoffe.

AlpenHirt ist Genuss

Die Verbindung von bewährten Rezepturen, der Achtsamkeit vor der Natur, gepaart mit Innovation, Macher-Instinkt und Humor führt zum unverwechselbaren Geschmack der naturbelassenen Spezialitäten.

AlpenHirt ist Gewissen

Faire, tierfreundliche und umweltbewusste Produktion zur Förderung der Gemeinschaft, Schutz der Umwelt und der Alpen mit verantwortungsvollem Blick in die Zukunft.

AlpenHirt ist Gesundheit

Das Trockenfleisch ist fettarm und enthält viel Eiweiss, ist frei von Zucker, Nitrit und weiteren Zusatzstoffen. AlpenHirt-Tiere dürfen ihre Jungen säugen und erhalten nur natürliches hofeigenes Futter sowie Alpenkräuter.

AlpenHirt-Trockenfleisch kaufen

Gute Nachricht. 2020 wird ökologischer!

Brutal Lokal am Markentag Graubünden

Um das Jahr 2009 habe ich erstmals von der Foodtrendforscherin, Ernährungswissenschaftlerin, Buchautorin und gefragten Referentin Hanni Rützler gehört. Bei einer Tagung an der ZHAW in Wädenswil, wo ich als Student in Lebensmitteltechnologie immatrikuliert war, wurde sie als Nr. 1 Referentin angekündigt. Seither habe ich sie zwei weitere Male auf der Bühne erlebt und ihren «Foodreport» regelmässig gelesen und mich damit auseinandergesetzt. Sie hat hierbei einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von AlpenHirt geleistet. Hanni Rützler setzt sich schon seit mehreren Jahrzehnten mit Trends im Lebensmittelbereich auseinander. Im Jahr 2013 war sie die erste Verkosterin eines Stammzellen-Burgers, der im Labor aus tierischen Zellen gezüchtet wurde. Am 5. Dezember 2019 war es dann soweit und ich durfte mich erstmals persönlich mit ihr im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema "Brutal Lokal" am Markentag Graubünden unterhalten.

AlpenHirt als Vorbild zukünftiger ökologischer und ethischer Fleischproduktion?

Zu meiner Überraschung kannte sie AlpenHirt und unsere Produkte bereits bestens. Sie gestand, dass sie vor etwa zwei Jahren erstmals Bergsalsiz gekostet habe.

Es habe sie fasziniert, wie zwei genau gleich produzierte Trockenwürste unterschiedlicher Kühe so unterschiedlich schmecken können!

So betont Frau Rützler während ihrem Vortrag, dass ethische und ökologische Themen auch in Bezug auf Ernährung in der Zukunft immer wichtiger werden würden. Die Phänomene unserer Wohlstandsgesellschaft und der damit verbundene Überfluss löse Suchbewegungen aus, die zur Lösung aktueller Probleme, zur Befriedigung von kulinarischen und sozialen Bedürfnissen und nicht zuletzt zur Orientierung und Differenzierung dienen. Dies seien Antworten auf die aktuell vorherrschenden und fragwürdigen Massen in der Agrar- und Lebensmittelproduktion.

Foodtrends sind nicht Mainstream

Foodtrends, so die Ernährungswissenschaftlerin, sind nicht Mainstream, keine Produktetrends und auch keine Branchentrends, sondern Antworten auf aktuelle Probleme, die kulturspezifische Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse widerspiegeln.

Die Foodtrend-Cluster die das sie mit dem «futurefoodstudio» aktuell sieht und auch Treiber für die Entwicklung von AlpenHirt waren und sind: NACHHALTIGKEIT, QUALITÄT, GENUSS und GLOCAL. Unter dem Begriff GLOCAL ordnet sie "Regional", Urban Farming", "Brutal Lokal", "Seasonal Food", "Transparency", "Fusion Food","Ethno Food" und "Hybrid Food" ein.

Ein letztes Zitat von Hanni Rützler, das mich einerseits zu Sorgen anregt, andererseits zum Schmunzeln bringt:

"Früher teilte man das Essen, heute das Foto."

Solltest du dich auch für eine potentiell zukünftige Ernährung interessieren und möchtest den Blick über den „Tellerrand“, die Zukunft von Gesellschaft, Wirtschaft und Ökologie wagen, so empfehle ich dir den aktuellen Food Report 2020 von Hanny Rützler und Wolfgang Reiter.


zum Food Report 2020


zum Trockenfleisch

Veröffentlicht am Blog

AlpenHirt ist der First Class Produzent in der weltbesten Flughafen Lounge

AlpenHirt ist offiziell 1. Klasse!

Im Monat Dezember dürfen Swiss und Lufthansa First Class Passagiere in der weltbesten Lounge Produkte von AlpenHirt geniessen!
Was wir schon immer wussten, ist nun offiziell. AlpenHirt Produkte überzeugen nicht nur aufgrund ihrer Naturbelassenheit, sondern stehen auch für allerhöchste Qualität und vollkommenen Genuss.
Die Swiss preist uns ihren Gästen auch entsprechend an und hat den Dezember sogleich zum AlpenHirt-Monat erkoren. 🤩 Was für eine Ehre!
In den Rezepten des Urgrossvaters steckt die Erfolgsgeschichte von «AlpenHirt», einem jungen Unternehmen aus dem Kanton Graubünden, welches sich auf die Produktion von Trockenfleisch spezialisiert hat. Die von «AlpenHirt» verarbeiteten Tiere stammen ausschliesslich von nahegelegenen Bauernhöfen. Weder Zusatzstoffe noch andere Hilfsstoffe werden bei der Herstellung verwendet. So gelingt es dem Betrieb, den intensiven und einzigartigen Geschmack noch besser zur Geltung zu bringen.

Kannst du uns bitte Muster senden?

Kurz vor dem Brand Anfang April fragt uns Andri Rageth von Rageth Comestibles nach Mustern. BindenfleischBergfleischHanfsalsiz und Hanfpulver sollten es sein. Gegen Rechnung und nichts ahnend sendeten wir das Paket nach Landquart. Aufgrund der Geschehnisse der darauffolgenden Monaten haben wir nicht mehr an diese Musterlieferung gedacht. Am Morgen vom 28. Oktober ruft dann Andri Rageht an. In den zwei First Class Lounges am Flughafen Zürich sollen die rund 5000-6000 Gäste in den Genuss von AlpenHirt-Produkten kommen. Wow!
Danach ging alles sehr schnell. Am 25. November machte sich die erste Alpenfleisch-Genusspost den Weg an den Flughafen Zürich. Am 28. November hat Adrian Hirt beim offiziellen "Tasting" des 5-Gang-Menus die AlpenHirt-Werthaltung allen Mitarbeitern und beteiligten vorgesgellt. Heute geniessen erste Passagiere AlpenHirt-Produkte.

World's Best First Class Lounge

Seit März 2018 betreibt die Swiss im Terminal A eine First Class Lounge. Sie wurde im Jahr 2019 als Weltbeste Lounge ausgezeichnet und erhielt den SKYTRAX AWARD für «World’s Best First Class Lounge”.
«Von der separaten Sicherheitskontrolle bis zum Limousinen-Service bietet die Lounge zahlreiche Annehmlichkeiten. Man kann hier sogar seinen Mantel deponieren, wenn man an eine wärmere Destination fliegt, wo man diesen nicht benötigt». Auch den Mitarbeitenden vor Ort gefällt die Lounge: «Die warmen Farben und die Holztöne finden sich auch in der Kabine wieder – nur, dass man hier beinahe vergisst, dass man im Flughafen ist. Hier können sich die Gäste vor dem Flug optimal entspannen», meint Flight Attendant Robin Trösch.

Portofrei zu dir nach Hause fliegen

Zugang zur Swiss First Class Lounge erhalten Swiss und Lufthansa First Class Passagiere mit einer gültigen Bordkarte für einen Abflug am selben Tag. Auch Hon Circle Member mit einer gültigen Staralliance Bordkarte desselben Tages, erhalten Zugang zur Swiss First Class Lounge.
Wenn du nicht zu den privilegierten Personen zählst, die im Dezember AlpenHirt in der weltbesten Flughafen Lounge geniessen können, so profitierst du wenigstens von einem portofreien «Flug» der Produkte direkt in dein Wohnzimmer. Mit dem Codewort «Firstclass2019» bekommst du deine Spezialitäten bis zum 31. Dezember 2019 gratis frei Haus gesendet. Dieser Gutscheincode ist nicht kumulierbar. Wir wünschen dir viel Gesundheit und höchsten Genuss!


zu dem First Class trockenfleisch

Veröffentlicht am Blog

Der Baron von Farur

Adrian und auch AlpenHirt haben Neni Anton viel zu verdanken. Bereits als kleines Kind hat der Neni (= Grossvater) Adrian mit auf den Bau und in die Fleischkammer mitgenommen. Er nannte Adrian liebevoll seinen "ersten Assistenten". Als er später sein Studium zum Lebensmittelingenieur absolvierte,

stallierte Anton immer über die vielen Zusatzstoffe, welche die Industrie einsetzt und uns krank machen.

Anton lehrte Adrian und seine Familie, dass es auch möglich ist Bindenfleisch ohne Zucker und Nitrit herzustellen. Es müsse aber eine gute Kuh sein. So eine ausgemagerte Milchkuh gebe nichts Gutes.

Neni sollte recht behalten und dank seinem Wissen entstand im Jahr 2014 AlpenHirt.

Das Firmenlogo schmückt sich mit dem Ebenbild seines Vater, der ebenfalls Anton hiess und von welchem Neni wiederum das Handwerk der Fleischtrocknung lernte. Sein ganzes Leben verbrachte Neni die Freizeit in der Natur, häufig in seiner Jagdhütte auf der Alp Farur. So bekam er den Übernamen "Baron von Farur".
Zu seinen Ehren entwickelte Adrian 2014 den "Farurer Baron". Ein mächtiges und edles Stück Fleisch, hergestellt aus den besten Stücken der Bündner Kühe. Der Farurer Baron besticht durch seinen feinen Weingeschmack und ist trotz weniger als 5% Fett schön aromatisch und nicht trocken. Diese "Edelwurst" geniesst man am liebsten zusammen mit guten Freunden zu einem guten Glas Rotwein.

Nun ist der Lebensweg vom Neni Anton zu Ende gegangen. Seine letzte Ruhe fand er - wie soll es anders sein - in seinen geliebten Farurer Bergen.

Was bleibt sind Erinnerungen und die Spuren der Liebe.

Danke Neni!

Anton Hassler-Sprecher / 1934 - 2019

Veröffentlicht am Blog

AlpenHirt ist und bleibt einzigartig!

Der Brand vom 28. April hat vieles zerstört. Das Fleischlager und die Logistik sind noch intakt.
Am meisten hilfst du uns mit einer Bestellung!
Lieben Dank.
AlpenHirt-Gründer Adrian Hirt