Kategorie Archiv: Blog

Thuri berichtet aus dem Stübli

Im Laufe des Tages betritt ein älteres Ehepaar – beide in kurzen Hosen das AlpenHirt – Stübli. Ihrem Gesichtsausdruck nach haben beide heiss – wie ich auch - und schwitzen vor sich hin.

Sie:
Wau, jetzt sehen wir zum ersten Mal das AlpenHirt – Stübli. Wir sind heute Gebiet Naturpark Gantrisch via Susten und Oberalp nach Tschiertschen gefahren.

Er:
Schweigt, kämpft mit der Hitze.

Sie:
Die Produkte von AlpenHirt kennen wir, da wir schon mehrmals online bei euch eingekauft haben.

Die Dame drückt mir eine grosse, gelbe Einkaufstasche überfüllt mit Holzwolle in die Hand.

Er:
Schweigt und schwitzt immer noch.

Sie:
Das sind Retouren, diese könnt ihr sicher nochmals gebrauchen. Die Kartons behalten wir. Diese verwenden wir weiter und machen gleichzeitig Reklame für den AlpenHirt. So, nun schauen wir uns um und kaufen dann ein. Kannst du (sie zu ihrem Mann) im Auto die Kühlboxen und Kühltaschen holen.

Thuri:
In Gedanken (hä, Kühlboxen und Kühltaschen, wollen die beiden alles im Stübli kaufen!).

Sie:
Nimmt zwei Chörbli und sagt jetzt müssen sie mir helfen.

Thuri:
Kein Problem, schiessen sie los (in Gedanken zwei Chörbli, hä).

Sie:
Bärlauchsalsize 10 Stück.
Hanfsalsize 10 Stück.
Schafsalsize 10 Stück.

Thuri:
Schafsalsize habe ich nur noch 4 Stück, schaue zur Sicherheit im Lager nach. Nein, nur noch 4 Stück.

Sie:
Dann kaufen wir diese. Was sind Hirtenstöckli?

Thuri:
Diese haben wir neu im Sortiment. Es ist ein Energieriegel zum Reinbeissen und ohne Chemie. Fettarmes Kuhfleisch, Rotwein, Alpensalz, Gewürze und Hanfpulver. Wenn sie in den Bergen wandern und einen solchen essen, bekommen sie einen Energieschub und sie laufen nochmals einen Tick schneller bergauf.

Sie:
Ha ha ha, dann kaufe ich 5 Hirtenstöckli und dann noch einen Farurer-Baron, den kennen wir.

Inzwischen kommt der Herr mit den Kühlboxen und Kühltaschen.

Sie:
Stell die Sachen neben das Weinfass. Wo sind die Hunde?

Er:
Im Auto.

Sie:
Geht’s noch! Hole sofort die Hunde hierher.
Er steigt die Treppe hinauf um die Hunde zu holen. Die Dame kauft weiter ein.

Sie:
3 Säckli Hanfnüsse ungesalzen
1 Hanföl.
2 HanaBiz, ist das Lippenbalsam?

Thuri:
Ja, sehr nützlich bei aufgesprungenen Lippen.

Sie:
Was ist Hanfigger-Schnaps

Thuri:
Wodka mit Hanf.

Sie:
2 Stück und dazu 4 Röteli, ist das Kindschi-Röteli?

Jetzt kommt er mit den Hunden. Dem Gekläffe nach müssen das kleine Hunde sein. Ich sehe diese jedoch noch nicht. Sie geht hinaus und weist ihn an, die Hunde nicht ins Stübli zu nehmen und am Zaun anzubinden. Er befolgt ihre Weisung und kommt wieder ins Stübli. Sie meint, Hunde nimmt man nicht in ein Lebensmittelgeschäft oder? und schaut mich an.

Thuri:
Grundsätzlich haben sie Recht.
Zum Röteli, nein, nein, der ist nicht so süss, klebrig und mit übermässigem Zimtgeschmack, das ist selbsthergestellter Tschiertschner-Röteli, möchten sie versuchen?

Sie:
Ja gerne und ihm auch etwas.

Thuri:
Ich öffne ein kleines Fläschli und schenke beiden ein – Prost zusammen.

Beide:
Oh wunderbar, haben sie auch grössere Flaschen?

Thuri:
Ja sicher, diese hier – und ich zeige auf die Flaschen - sind etwas grösser aber natürlich auch teurer.

Sie:
Wir kaufen 4 Stück.

Thuri:
In Gedanken, (hoppla, das wird noch lustig, wenn es so weitergeht habe ich am Sonntag nichts mehr zum Verkaufen, auf meinem Arbeitstisch türmen sich die Sachen, glücklicherweise notiere ich alles sofort).

Sie:
Was ist Arvenspray?

Thuri:
Das ist ein Raumspray aus Arvenholz, Arvenbäume sind die Königinnen der Alpen. Wenn sie diesen Spray in ihrem Haus anwenden, bevor Gäste kommen, haben diese das Gefühl, sie hätten in ihren Räumen alles aus Arvenholz. Sie können das am Abend aufs Kopfkissen sprayen und dann können sie wie ein Murmeltier schlafen!

Sie:
Wir kaufen ein Fläschchen - und schau mal hier hat es tolle Messer. Was sind das für Messer?

Thuri:
Das eine ist ein Panorama-Knife von Andy Hostettler mit dem Bergpanorama vom Schanfigg und das andere sind Klötzli-Steakmesser. Beide Messer sind sehr scharf ich weiss es aus eigener Erfahrung

Sie:
Ein Steakmesser bitte. Dann brauchen wir noch ein Bergfleisch, damit wir das Messer ausprobieren können.

Thuri:
Ich erkläre den beiden den Sinn der Nummer auf dem Bergfleisch. Buchstabe = Tierrasse zB S = Simmentaler, G = Grauvieh etc und die Nummer können sie im Internet unter alpenhirt.ch eingeben und sie erhalten unter der Rubrik „Woher stammt mein Fleisch“ die ganze Geschichte des Tieres die sogenannte Rückverfolgbarkeit. Das gleiche ist bei den Salsizen wo das Ablaufdatum eingegeben werden muss.

Sie:
Hast du gehört?

Er:
Ja, das wussten wir nicht. (Er spricht erstmals im Stübli).

Sie:
Ja, das ist ganz neu für uns. Sie dann zu ihm – möchtest du auch ein Glace?

Er:
Gerne einen Lutscher.

Sie:
Welche haben Sie?
Becher Eiskaffee
Cornet Vanille
Lutscher Banane mit Schoggi, Waldbeeren

Sie:
Dann 2 Lutscher Waldbeeren. Dann haben wir alles und möchten bezahlen. Oh, ich sehe soeben, dass sie Käse haben welche Sorten?

Thuri:
Cavel aus der Surselva (Bündner Oberland)
Maraner von der Alp Maran bei Arosa
Andeerer Traum vom ehemaligen Käseweltmeister.

Sie:
Welche sind kräftig, würzig?
Thuri:
Cavel, Maraner.

Sie:
1 x Cavel, 1 x Maraner bitte. Jetzt aber bezahlen und dann Glace essen.

Thuri:
Bar oder Karte?

Sie:
Bar.

Thuri:
Ich zähle zusammen, mache grosse Augen und sage den Betrag.

Sie:
Zu ihm, gib mir noch CHF 100.00 und dann reichts.

Thuri in Gedanken (jetzt habe ich den halben Tagesumsatz gemacht, so schön).

Wir packen alles in die Kühlboxen und Kühltaschen ein. Sie nimmt die Boxen und Taschen, er nimmt die beiden Hunde..
Ich bedanke mich recht herzlich für die Einkäufe und die Holzwolle und wünsche ihnen eine gute Heimreise. Zum Dank und Anerkennung schenke ich ihnen einen Minisalsiz aus dem Wühlkorb.

Arthur Heldstab, 01. Juli 2019

Veröffentlicht am Blog

Zufriedenheits-Umfrage

Ihr seid die besten Kunden!

Vor gut zwei Wochen haben wir dich darum gebeten, uns deine «Erfahrung» mit AlpenHirt bei einer kurzen Umfrage mitzuteilen. 154 Antworten haben uns dabei erreicht und die Resultate zeigen:

Mehr als 92% sind «sehr zufrieden»

nur 2 Personen sind «etwas unzufrieden» oder «sehr unzufrieden».

Insbesondere die Natürlichkeit, die Einzigartigkeit und die hohe Qualität von AlpenHirt-Produkten überzeugen. Am häufigsten konsumiert werden Salsiz vom Rind sowie die Edelstücke Bündner- und Bergfleisch.

Alle Umfrage-Resultate findest du untern nachfolgendem Link:

https://alpenhirt.ch/wp-content/uploads/2019/07/Resultate_Zufriedenheits-Umfrage_Juni-2019_website.pdf

Veröffentlicht am Blog

AlpenHirt “kocht” im Alpina

Ein schmuckes Bündner Bergdorf, zwei Unternehmen am Puls der Zeit und eine gemeinsame Geschichte. Das Hotel «The Alpina» und der Lebensmittel-Kleinproduzent «AlpenHirt», beide aus Tschiertschen, feiern die gemeinsame Zusammenarbeit. Während zweier Wochen vom 30. Juni bis 14. Juli 2019 wird die Speisekarte um einen AlpenHirt-5-Gänger erweitert und jedes AlpenHirt-Päckli wird mit einer Veranstaltungsbroschüre vom Alpina bestückt. Überhaupt wird während dieser zwei Wochen der Spiess umgedreht und die Unternehmen berichten ihren Kunden mehr vom Partner als von sich selbst.

 

Tschiertschen erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Wir schreiben das Jahr 2013. Adrian Hirt kommt nach über 10 Jahren Weiterbildung im Unter- und Ausland zurück in seine Heimat Tschiertschen und gründet im September 2014 das Start-Up AlpenHirt. Er hat die Vision, Menschen wieder mit naturbelassenen und gesunden Lebensmitteln versorgen zu können. Nach dem Gewinn vom Bündner Jungunternehmerpreis Ende 2014 konnten schon bald Bio- und Feinkostläden in der gesamten Deutschschweiz beliefert werden. Viele Medienberichte und die grosse Onlinepräsenz machte die Marke AlpenHirt und damit auch Tschiertschen recht schnell über die Kantonsgrenze hinaus bekannt.
Zwei Jahre später im Jahr 2015 lernen sich Adrian Hirt und das Unternehmer-Ehepaar Gehring auf der Baustelle vom altehrwürdigen Hotel Alpina kennen. «Überall wo wir uns und Tschiertschen vorstellen, sprechen die Leute vom AlpenHirt», so Marlies Gehring beim besagten ersten Treffen.
Doch das änderte sich schnell, denn dank kluger Partnerschaften und viel Innovationsgeist gewann das Hotel schon bald Preise wie…
Während der gesamten Zeit führten die zwei Unternehmen regelmässig gemeinsame Events durch. «Das Alpina hat uns immer wieder Kunden ins Lädali geschickt oder auch Gruppen zu einer Degustation mit Dorfführung oder zum Kuh melken angemeldet», so Adrian Hirt. Im Gegenzug kann auch AlpenHirt seine Gäste im Alpina unterbringen, führt seine Teamtreffen dort durch und trifft sich mit Geschäftspartnern immer wieder im Hotel zum Essen.

Tschiertschen ist durch die zwei Innovatoren wieder in der Presse, wie das schmucke Bergdorf es zu Zeiten vom Ländlerkönig Peter Zinsli oder Mia Engi’s Aktivzeiten in der Skiakrobatik letztmals war.

Und das ist gut so, weil das gut erhaltene Walserdorf hat auch neben den zwei Innovatoren einiges zu bieten.

Der 28. April 2019 veränderte alles…

Ende April 2019 geschah dann das Unfassbare. Mitten im Zentrum von Tschiertschen fiel das AlpenHirt-Lädali, weitere Geschäftsräumlichkeiten und auch Hirt’s Wohnung den zerstörerischen Flammen zum Opfer. Dies als Folge einer Gasflaschenexplosion in der Wohnung unterhalb vom ehemaligen Lädali. Als Folge von diesem Brand, der 80% der Geschäftsräumlichkeiten vom AlpenHirt zerstörte, meldete sich Michael Gehring bei Adrian Hirt und bot ihm seine Unterstützung an. «An einem Vision-Day mit unserem Kader überlegten wir, wie wir dem Jungunternehmen beim Wiederaufbau helfen könnten», so Herr Gehring. Es folgte ein Treffen zwischen Lukas Pfaff, Slow-Food-Spitzenkoch, Herr und Frau Gehring und Adrian Hirt.

…und bringt zwei Unternehmen noch näher zueinander.

AlpenHirt «kocht» im Alpina, so der Arbeitstitel vom Resultat des gemeinsamen Treffens.

Vom 30. Juni bis zum 14. Juli 2019 gibt es im Alpina eine zusätzliche AlpenHirt-Karte.

Brennnessel-Gnocchetti mit Alpen Umami, Bündnerfleisch-Carpaccio mit Hanföl, Löwenzahnsirup und KinoHanf oder «Alte fette Kuh» mit Heukartoffel und Markbein auf saisonalem Gemüsebeet. Das sind nur drei der sechs kreativen Gerichte, die Lukas Pfaff und Adrian Hirt ausgetüftelt haben. Lukas Pfaff ist begeistert. «Das Alpagwürz, bestehend aus nachgetrockneten und vermahlenen Bergsalsiz ist so unglaublich aromatisch und schön im Gaumen. Mit diesem Umami lässt sich sehr vieles verfeinern».

Die Kommunikation des gemeinsamen Events beginnt bereits am 24. Juni mit gegenseitigen Besuchen, die auf Facebook Live übertragen werden. Am 25. Juni können sich Facebook-Freunde auf eine Gewinnverlosung mit attraktiven Preisen freuen und auch danach werden Kunden und Fans der zwei Unternehmen immer wieder mit überraschendem erfreut.

In der Lobby werden AlpenHirt-Produkte den Gästen zum Kauf angeboten und allen Gästen wird ein Besuch vom «Stübli» empfohlen. Seit Anfang Juni betreibt AlpenHirt unterhalb vom Restaurant Central ein Provisorium mit Büro und «Verkaufs-Ecke» und öffnet jeweils samstags von 11 – 17 Uhr, während dieser Zeit sogar vom Mittwoch bis Samstag. «Jeder Alpina-Kunde wird ab Mitte Juli den AlpenHirt kennen, dafür sogen wir mit unserem Team. Der Brand vom AlpenHirt-Lädali hat uns alle sehr berührt. Wir helfen wo wir können!», so Michael Gehring. Adrian Hirt ist dankbar für diese Unterstützung und macht seinerseits was er kann, um das Alpina allen AlpenHirt-Kunden vorzustellen. «Wir freuen uns sehr auf diese zwei Wochen und werden zeigen, wie ein solch kleines Bergdorf auch in schwierigeren Zeiten zusammenhält», so Gehring und Hirt unisono.

http://www.alpina.swiss

Veröffentlicht am Blog

So geht Landwirtschaft heute

Schon seit längerer Zeit verfolge ich Joel Salatin und seine "Polyface Farm" im US-Bundesstaat Virginia. Was seine Familie dort in den letzten 50 Jahren aus ihrem unfruchtbaren "Badland" gemacht haben, grenzt nach heutigen Standards an ein landwirtschaftliches Wunder. Nach Salatins Methode verrichtet jedes Tier und jede Pflanze auf dem Hof eine natürlich bestimmte Aufgabe.

Im Gegensatz zur vorherrschenden Monokultur der heutigen Landwirtschaft hält Salatin mehrere Tierarten und baut Gemüse und Obst an. Sein Konzept beruht auf dauerhaft funktionierenden, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen. Und es ist auch ganz ohne staatliche Unterstützung oder Subventionen profitabel: Pro Jahr erzielt Polyface laut eigenen Angaben einen Umsatz von 2,5 Millionen Franken.

Salatin vereint die seltene Spezies Naturschützer, Fleischesser, Tierliebhaber und Kapitalist in einem.

Vergangene Woche entdeckte ich in der nzz einen spannenden Artikel über ihn. Er reist zurzeit für Vorträge durch Europa und hält Reden über sein Vorzeigemodell einer Grasland-Basierten Landwirtschaft.

Den nzz-Artikel findest du hier.

Adrian Hirt

Veröffentlicht am Blog

DANKE!

Als Folge vom Brand wurde der neu eingerichtete Drucker vollständig zerstört. Die fertig produzierten Hirten-Stöckli schienen mit Verspätung zu den Kunden zu gelangen. Da meldet sich Daniel Lötscher vom Kreativbüro "Raise your Flag" mit grosser Bestürzung aus seinen Veloferien in Mallorca. Froh ab seinem Angebot uns beim Wiederaufbau helfen zu wollen, hat er uns angeboten die Hirten-Stöckli-Etikette für uns neu zu entwerfen.

Weniger als zwei Tage nach seinen Ferien bekommen wir die fertigen Druckdaten und seit letzter Woche sind die Hirten-Stöckli auf www.alpenhirt.ch bestellbar.

Unglaublich! Auch haben bereits mehrere Partner diese im Sortiment und auf die Wandersaison folgen weitere. Unter anderem wird es ab dem Juni in den zwei Merz-Filialen in der Churer Bahnhof-Unterführung Hirten-Stöckli geben. Dies ist nur ein Beispiel der grossen Unterstützung, Solidarität und Sympathie, die uns nach dem Brand von Ende April entgegengebracht wurde. Vielfach hört man, dass heutzutage alle nur noch auf sich selbst schauen. Was wir in den letzten Wochen erfahren und erlebt haben, widerspricht dem vollkommen und hat unser ganzes Team zutiefst berührt!

Dank euch allen konnten wir rasch die nötige Energie aufbringen, mit grosser Zuversicht in die Zukunft blicken und haben die Chance aus AlpenHirt etwas noch besseres zu machen.

DANKE!

https://www.raiseyourflag.ch/

Hirten-Stöckli bestellen
Veröffentlicht am Blog

Wir wollen immer mehr über Herkunft und Inhalt unserer Lebensmittel erfahren

Seit geraumer Zeit befasse ich mich mit Lebensmittel-Trends. Ich bin häufig an Messen und auf Märkten, beobachte die Top-Gastronomie, Start-Up's und lese den jährlich erscheinende Foodreport von Hanni Rützler aus dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx.

"Echte Foodtrends sind stets Antworten auf aktuelle Probleme, Sehnsüchte und Wünsche, die in unserer Gesellschaft auftauchen".

Chia, Matcha, Quinoa, Teff und andere Superfoods sind lediglich kurzfristige Modeerscheinungen und keine Trends. Megatrends sind beispielsweise Sicherheitsbedürfnis, ein wachsendes Bewusstsein für Gesundheit oder auch der Gender Shift, also die Veränderung der Geschlechterrollen. Solche Megatrends sind mitverantwortlich für einen sinkenden Fleischverzehr. Mit wachsendem Gesundheitsbewusstsein nimmt das Wissen über die Nachteile eines hohen Fleischkonsums ebenso zu, wie die allgemeine Unsicherheit und das Misstrauen gegenüber Herkunft und Haltung von Schlachttieren.

Schon seit Jahren spricht man vom Flexitarier, der anscheinende Widersprüche wie Genuss (Biofleisch-Boom) und Gesundheit (Vegan-Welle) vereint.

Neben reichlich Gemüse darf auch ein ausgesuchtes Stück Fleisch seinen Platz finden. Die neuen Foodtrends 2019 sind "Plant Based Food" (z.B. Hülsenfrüchte, Pilze und Algen), "Transparenz" und ein "gesundheitsbewusster Hedonismus".

Wir wollen immer mehr über Herkunft und Inhalt unserer Lebensmittel erfahren, gleichzeitig wollen wir uns mit gesunden Produkten den Genuss gönnen.

Die Aussage vom Philosophen Ludwig Feuerbach "Der Mensch ist, was er isst" ergänzt Rützler indem sie sagt: "Heute ist der Mensch vor allem das, was er nicht isst".

Auszug aus einem Bericht vom "tabula 1/ 2019"

Veröffentlicht am Blog

AlpenHirt-Produkte sind Berg-Zertifiziert!

Nur schon in der Schweiz gibt es über 150 verschiedene Lebensmittel-Labels. Das bekannteste ist unbestritten Bio. Laut einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2018 vertrauen 67% der Bevölkerung dem Label Bio «sehr» oder «eher».

Als Produzenten wissen wir, dass jedes Label administrativen Auftrieb und hohe Kosten verursacht – ob es wirklich zu mehr Vertrauen und einem höheren Absatz führt, ist hingegen nicht nachvollziehbar. Auch AlpenHirt darf bzw. muss sich jedoch mit einem Label «schmücken».

Wir sind Berg-zertifiziert! Das heisst, unsere Kunden können sich sicher sein, dass alle Tiere, welche zur Marke «AlpenHirt» werden, auch wirklich ein schönes und natürliches Leben im Schweizer Berggebiet geniessen durften.

Im Umkehrschluss heisst dies, dass wir von jedem der rund 80 Bauern die uns ihre älteren Mutterkühe liefern, zwei Dokumente über den Betrieb sowie die Bergzonen-Zugehörigkeit besitzen müssen. Die Surselva ist so strukturiert, dass sie zwangsläufig im Berggebiet liegt und andererseits durch grosse Weideflächen gesegnet ist. Nur schon aus diesem Grund ist der Zukauf von Kraftfutter (ein wesentliches Kriterium im Betriebserhebungsbogen) für die meisten Bauern gar nicht wirtschaftlich. Aufgrund der AlpenHirt-DNA also ein bürokratischer Papiertiger, welchen wir nicht vermeiden können, weil wir sonst «AlpenHirt» umbenennen müssten, so die Begründung des Kantonschemikers…

Der Trend geht zurzeit in die Richtung, dass wir einem regional produzierten Lebensmittel immer mehr Vertauen als «Bio» schenken

, was im Zeitalter der Transparenz durchaus Sinn ergibt.

Achten Sie beim Einkauf neben dem unbestritten guten Bio-Siegel doch auch einmal auf das BAIV-Logo. Diese Produkte wurden mit einem erheblich grösseren Aufwand und meist unter biologischen Gesichtspunkten auch wirklich im Schweizer Berggebiet produziert!

Weshalb wir mit AlpenHirt nicht zusätzlich Bio-zertifiziert sind und wie unsere Produktionsstandards aussehen erfährst du unter:

https://alpenhirt.ch/zertifikate-standards/

Veröffentlicht am Blog

Zürich Underground statt Bündner Sonnenschein

Smart Emma, Zürich Underground statt Bündner Sonnenschein, welch ein Abenteuer.
Geschäftige, gestresste Passanten in ihrer Eile in unseren smarten Laden zu locken, welch eine Challange.
Ihnen unser Produkt zu erklären, zeigen, und sie degustieren zu lassen, welch ein Stolz.
Sie dann entschleunigt, und mit Freude im Gesicht, über den Kauf ein gesundes nachhaltiges Produkt von AlpenHirt, zu verabschieden, welch eine Freude!

Fabienne Roffler, Klosters

Fabienne, was ist dir bei den diversen Kundengesprächen in Zürich besonders aufgefallen?

Alle verlangen nach der absoluten Transparenz der Produkte. Warum sollte dann da nicht auch das Bild der Kuh sichtbar sein? Wir wollen doch sehen was wir essen, wie gesund das Tier aussieht? Oder wollt ihr lieber eine Kuh mit Antibiotikum vollgepumpt und mit Soyakraftfutter gemästet, billig im Angebot, aus eurem Gehirn ausblenden?
(Anmerung: Seit Beginn und bis vor kurzem war am Verkaufspunkt bei jedem Produkt eine Karte mit der Geschichte des Tieres beigelegt. Seit März 2019 nicht mehr weil es nachweislich den Absatz einschränkt, von welchem AlpenHirt lebt.)

Fabienne über sich:
Durch meine Alpzeit in den Bünder Bergen, das Wissen über Flora und Fauna, die Zusammenarbeit mit Bauern, der Einklang mit der Natur, alle diese Erfahrungen bringe ich ins Produkt ein und überzeuge die Kunden zum Kauf unserer wertvollen Produkte.

Veröffentlicht am Blog

Regional, Transparent, Proteinreich

Häufig werden wir gefragt, was unser Fleisch denn besser mache als anderes Fleisch. Dies liegt im Auge des Betrachters. Wir sagen jeweils: Probiere und entscheide selbst!

Wir essen nicht was wir gerne haben, sondern haben gerne was wir essen.

Wir sind Gewohnheitstiere! Dies hat sehr viel mit Prägung zu tun. Das was wir als Kinder essen mussten, wiederstrebt uns als Erwachsene noch immer - oder umgekehrt, was wir als Kinder nur zu ganz bestimmten Anlässen bekommen haben, von dem schwärmen wir auch viele Jahre später.

Bei erfahreneren Kunden, die das Aroma vom Bindenfleisch ihrer Eltern oder Grosseltern noch kennen, weckt der erste Biss meist schon Kindheitserinnerungen.

Doch was hat dies nun mit der Fleischqualität zu tun? Was unterscheidet AlpenHirt von der Massenware?
Der grösste Unterschied ist tatsächlich der Geschmack, welcher bei uns vom regional grossgezogenen und natürlich ernährten Bündner Tier stammt - nicht von viel Salz, Gewürzen und Zusatzstoffen. Die Kühe fressen ausschliesslich hofeigenes Futter und Kräuter sowie verschiedene Kleearten im Sommer auf der Alp. Dies ist möglich, weil die rund 70 regionalen Bauern mit welchen wir zusammenarbeiten ihre Kälber bei der Mutter lassen und die Kühe nicht melken. Das entspricht der natürlichsten Haltungsform von unserem Nutzvieh und ermöglicht den Verzicht auf Kraftfutter wie Mais und Soja - und häufig ist dann auch Antibiotika nicht nötig.

Wenn wir Fleisch essen, so essen wir das was die Tiere zu Lebzeiten gegessen haben!

Ging es diesen Tieren gut, ist das Fleisch auch gut für uns.

Um das natürliche Aroma erhalten und ein gesundes Produkt anbieten zu können, verzichten wir auf jegliche Zusatz-, Konservierungs- oder Verarbeitungshilfsstoffe.

Übrigens, unser Bündnerfleisch ist tatsächlich Fleisch von Bündner Kühen und nicht solches von Tieren die mit dem Flugzeug und Lastwagen nach Graubünden eingewandert sind...

Jedes Stück Bündnerfleisch, aber auch jedes andere AlpenHirt-Produkt ist jederzeit bis auf die Bündner Wiese zurückzuverfolgen. Vielen geht das zu weit. Verständlich! Wir essen da ja schliesslich ein Tier, das aus Fleisch und Blut bestand. Doch, so meine ich, ist es für uns sicherlich nicht vorteilhaft, wenn der Produzent die Herkunft verschleiert. Schon einmal darüber nachgedacht? Wir nennen diese ehrliche Rückverfolgbarkeit übrigens KuhTransparenz!

"Fett macht Fett" und "Kohlenhydrate machen dick"

Was sollen wir als mündige Konsumenten überhaupt noch glauben? Einst waren es die bösen Fette nun sind es die bösen Kohlenhydrate. Von den drei Hauptnährstoffen wurden einzig die Proteine noch nie verteufelt. Aus gutem Grund - lassen sie nicht nur unsere Muskeln wachsen...

Doch auch Proteine sind nicht gleich Proteine. Es gibt tierische Proteine und pflanzliche Proteine. Beide haben eine andere Aminosäuren-Zusammensetzung und auch hier helfen sie, wie bei allem, bei einer "Überdosierung" nicht nur den Muskeln zum wachsen, sondern auch den bösen Krebszellen. Sind deswegen nun auch Proteine böse? Was soll ich denn überhaupt noch essen?
Mehr dazu in einem der nächsten Blogs...
Ich kann dich beruhigen. Mit 1-2 Salsiz oder 150g Bindenfleisch hast du deinen Tagesbedarf gedeckt.

...will scho dr Urneni gwüsst het, was guat isch!

Veröffentlicht am Blog

Greco's Lädali-Tipp

Greco's Lädali-Tipp

Der Bravo Ravioli & Delikatessen Laden ist klein aber super fein, es riecht nach frischer hausgemachter Pasta, Lasagne und überrascht mit vielen ausgewählten Delikatessen. Es gibt immer feine Mittagsmenüs, die jeden Tag frisch zubereitet werden.
Es ist immer wieder „a schöna Moment“ bei Mara und Daniela einen leckeren Espresso zu geniessen. Mein Ravioli Tipp: Al Brasato 😉

Veröffentlicht am Blog

AlpenHirt ist und bleibt einzigartig!

Der Brand vom 28. April hat vieles zerstört. Das Fleischlager und die Logistik sind noch intakt.
Am meisten hilfst du uns mit einer Bestellung!
Lieben Dank.
AlpenHirt-Gründer Adrian Hirt