Kategorie Archiv: Blog

So geht Landwirtschaft heute

Schon seit längerer Zeit verfolge ich Joel Salatin und seine "Polyface Farm" im US-Bundesstaat Virginia. Was seine Familie dort in den letzten 50 Jahren aus ihrem unfruchtbaren "Badland" gemacht haben, grenzt nach heutigen Standards an ein landwirtschaftliches Wunder. Nach Salatins Methode verrichtet jedes Tier und jede Pflanze auf dem Hof eine natürlich bestimmte Aufgabe.

Im Gegensatz zur vorherrschenden Monokultur der heutigen Landwirtschaft hält Salatin mehrere Tierarten und baut Gemüse und Obst an. Sein Konzept beruht auf dauerhaft funktionierenden, nachhaltigen und naturnahen Kreisläufen. Und es ist auch ganz ohne staatliche Unterstützung oder Subventionen profitabel: Pro Jahr erzielt Polyface laut eigenen Angaben einen Umsatz von 2,5 Millionen Franken.

Salatin vereint die seltene Spezies Naturschützer, Fleischesser, Tierliebhaber und Kapitalist in einem.

Vergangene Woche entdeckte ich in der nzz einen spannenden Artikel über ihn. Er reist zurzeit für Vorträge durch Europa und hält Reden über sein Vorzeigemodell einer Grasland-Basierten Landwirtschaft.

Den nzz-Artikel findest du hier.

Adrian Hirt

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DANKE!

Als Folge vom Brand wurde der neu eingerichtete Drucker vollständig zerstört. Die fertig produzierten Hirten-Stöckli schienen mit Verspätung zu den Kunden zu gelangen. Da meldet sich Daniel Lötscher vom Kreativbüro "Raise your Flag" mit grosser Bestürzung aus seinen Veloferien in Mallorca. Froh ab seinem Angebot uns beim Wiederaufbau helfen zu wollen, hat er uns angeboten die Hirten-Stöckli-Etikette für uns neu zu entwerfen.

Weniger als zwei Tage nach seinen Ferien bekommen wir die fertigen Druckdaten und seit letzter Woche sind die Hirten-Stöckli auf www.alpenhirt.ch bestellbar.

Unglaublich! Auch haben bereits mehrere Partner diese im Sortiment und auf die Wandersaison folgen weitere. Unter anderem wird es ab dem Juni in den zwei Merz-Filialen in der Churer Bahnhof-Unterführung Hirten-Stöckli geben. Dies ist nur ein Beispiel der grossen Unterstützung, Solidarität und Sympathie, die uns nach dem Brand von Ende April entgegengebracht wurde. Vielfach hört man, dass heutzutage alle nur noch auf sich selbst schauen. Was wir in den letzten Wochen erfahren und erlebt haben, widerspricht dem vollkommen und hat unser ganzes Team zutiefst berührt!

Dank euch allen konnten wir rasch die nötige Energie aufbringen, mit grosser Zuversicht in die Zukunft blicken und haben die Chance aus AlpenHirt etwas noch besseres zu machen.

DANKE!

https://www.raiseyourflag.ch/

Hirten-Stöckli bestellen
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Wir wollen immer mehr über Herkunft und Inhalt unserer Lebensmittel erfahren

Seit geraumer Zeit befasse ich mich mit Lebensmittel-Trends. Ich bin häufig an Messen und auf Märkten, beobachte die Top-Gastronomie, Start-Up's und lese den jährlich erscheinende Foodreport von Hanni Rützler aus dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx.

"Echte Foodtrends sind stets Antworten auf aktuelle Probleme, Sehnsüchte und Wünsche, die in unserer Gesellschaft auftauchen".

Chia, Matcha, Quinoa, Teff und andere Superfoods sind lediglich kurzfristige Modeerscheinungen und keine Trends. Megatrends sind beispielsweise Sicherheitsbedürfnis, ein wachsendes Bewusstsein für Gesundheit oder auch der Gender Shift, also die Veränderung der Geschlechterrollen. Solche Megatrends sind mitverantwortlich für einen sinkenden Fleischverzehr. Mit wachsendem Gesundheitsbewusstsein nimmt das Wissen über die Nachteile eines hohen Fleischkonsums ebenso zu, wie die allgemeine Unsicherheit und das Misstrauen gegenüber Herkunft und Haltung von Schlachttieren.

Schon seit Jahren spricht man vom Flexitarier, der anscheinende Widersprüche wie Genuss (Biofleisch-Boom) und Gesundheit (Vegan-Welle) vereint.

Neben reichlich Gemüse darf auch ein ausgesuchtes Stück Fleisch seinen Platz finden. Die neuen Foodtrends 2019 sind "Plant Based Food" (z.B. Hülsenfrüchte, Pilze und Algen), "Transparenz" und ein "gesundheitsbewusster Hedonismus".

Wir wollen immer mehr über Herkunft und Inhalt unserer Lebensmittel erfahren, gleichzeitig wollen wir uns mit gesunden Produkten den Genuss gönnen.

Die Aussage vom Philosophen Ludwig Feuerbach "Der Mensch ist, was er isst" ergänzt Rützler indem sie sagt: "Heute ist der Mensch vor allem das, was er nicht isst".

Auszug aus einem Bericht vom "tabula 1/ 2019"

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AlpenHirt-Produkte sind Berg-Zertifiziert!

Nur schon in der Schweiz gibt es über 150 verschiedene Lebensmittel-Labels. Das bekannteste ist unbestritten Bio. Laut einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2018 vertrauen 67% der Bevölkerung dem Label Bio «sehr» oder «eher».

Als Produzenten wissen wir, dass jedes Label administrativen Auftrieb und hohe Kosten verursacht – ob es wirklich zu mehr Vertrauen und einem höheren Absatz führt, ist hingegen nicht nachvollziehbar. Auch AlpenHirt darf bzw. muss sich jedoch mit einem Label «schmücken».

Wir sind Berg-zertifiziert! Das heisst, unsere Kunden können sich sicher sein, dass alle Tiere, welche zur Marke «AlpenHirt» werden, auch wirklich ein schönes und natürliches Leben im Schweizer Berggebiet geniessen durften.

Im Umkehrschluss heisst dies, dass wir von jedem der rund 80 Bauern die uns ihre älteren Mutterkühe liefern, zwei Dokumente über den Betrieb sowie die Bergzonen-Zugehörigkeit besitzen müssen. Die Surselva ist so strukturiert, dass sie zwangsläufig im Berggebiet liegt und andererseits durch grosse Weideflächen gesegnet ist. Nur schon aus diesem Grund ist der Zukauf von Kraftfutter (ein wesentliches Kriterium im Betriebserhebungsbogen) für die meisten Bauern gar nicht wirtschaftlich. Aufgrund der AlpenHirt-DNA also ein bürokratischer Papiertiger, welchen wir nicht vermeiden können, weil wir sonst «AlpenHirt» umbenennen müssten, so die Begründung des Kantonschemikers…

Der Trend geht zurzeit in die Richtung, dass wir einem regional produzierten Lebensmittel immer mehr Vertauen als «Bio» schenken

, was im Zeitalter der Transparenz durchaus Sinn ergibt.

Achten Sie beim Einkauf neben dem unbestritten guten Bio-Siegel doch auch einmal auf das BAIV-Logo. Diese Produkte wurden mit einem erheblich grösseren Aufwand und meist unter biologischen Gesichtspunkten auch wirklich im Schweizer Berggebiet produziert!

Weshalb wir mit AlpenHirt nicht zusätzlich Bio-zertifiziert sind und wie unsere Produktionsstandards aussehen erfährst du unter:

https://alpenhirt.ch/zertifikate-standards/

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Zürich Underground statt Bündner Sonnenschein

Smart Emma, Zürich Underground statt Bündner Sonnenschein, welch ein Abenteuer.
Geschäftige, gestresste Passanten in ihrer Eile in unseren smarten Laden zu locken, welch eine Challange.
Ihnen unser Produkt zu erklären, zeigen, und sie degustieren zu lassen, welch ein Stolz.
Sie dann entschleunigt, und mit Freude im Gesicht, über den Kauf ein gesundes nachhaltiges Produkt von AlpenHirt, zu verabschieden, welch eine Freude!

Fabienne Roffler, Klosters

Fabienne, was ist dir bei den diversen Kundengesprächen in Zürich besonders aufgefallen?

Alle verlangen nach der absoluten Transparenz der Produkte. Warum sollte dann da nicht auch das Bild der Kuh sichtbar sein? Wir wollen doch sehen was wir essen, wie gesund das Tier aussieht? Oder wollt ihr lieber eine Kuh mit Antibiotikum vollgepumpt und mit Soyakraftfutter gemästet, billig im Angebot, aus eurem Gehirn ausblenden?
(Anmerung: Seit Beginn und bis vor kurzem war am Verkaufspunkt bei jedem Produkt eine Karte mit der Geschichte des Tieres beigelegt. Seit März 2019 nicht mehr weil es nachweislich den Absatz einschränkt, von welchem AlpenHirt lebt.)

Fabienne über sich:
Durch meine Alpzeit in den Bünder Bergen, das Wissen über Flora und Fauna, die Zusammenarbeit mit Bauern, der Einklang mit der Natur, alle diese Erfahrungen bringe ich ins Produkt ein und überzeuge die Kunden zum Kauf unserer wertvollen Produkte.

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Regional, Transparent, Proteinreich

Häufig werden wir gefragt, was unser Fleisch denn besser mache als anderes Fleisch. Dies liegt im Auge des Betrachters. Wir sagen jeweils: Probiere und entscheide selbst!

Wir essen nicht was wir gerne haben, sondern haben gerne was wir essen.

Wir sind Gewohnheitstiere! Dies hat sehr viel mit Prägung zu tun. Das was wir als Kinder essen mussten, wiederstrebt uns als Erwachsene noch immer - oder umgekehrt, was wir als Kinder nur zu ganz bestimmten Anlässen bekommen haben, von dem schwärmen wir auch viele Jahre später.

Bei erfahreneren Kunden, die das Aroma vom Bindenfleisch ihrer Eltern oder Grosseltern noch kennen, weckt der erste Biss meist schon Kindheitserinnerungen.

Doch was hat dies nun mit der Fleischqualität zu tun? Was unterscheidet AlpenHirt von der Massenware?
Der grösste Unterschied ist tatsächlich der Geschmack, welcher bei uns vom regional grossgezogenen und natürlich ernährten Bündner Tier stammt - nicht von viel Salz, Gewürzen und Zusatzstoffen. Die Kühe fressen ausschliesslich hofeigenes Futter und Kräuter sowie verschiedene Kleearten im Sommer auf der Alp. Dies ist möglich, weil die rund 70 regionalen Bauern mit welchen wir zusammenarbeiten ihre Kälber bei der Mutter lassen und die Kühe nicht melken. Das entspricht der natürlichsten Haltungsform von unserem Nutzvieh und ermöglicht den Verzicht auf Kraftfutter wie Mais und Soja - und häufig ist dann auch Antibiotika nicht nötig.

Wenn wir Fleisch essen, so essen wir das was die Tiere zu Lebzeiten gegessen haben!

Ging es diesen Tieren gut, ist das Fleisch auch gut für uns.

Um das natürliche Aroma erhalten und ein gesundes Produkt anbieten zu können, verzichten wir auf jegliche Zusatz-, Konservierungs- oder Verarbeitungshilfsstoffe.

Übrigens, unser Bündnerfleisch ist tatsächlich Fleisch von Bündner Kühen und nicht solches von Tieren die mit dem Flugzeug und Lastwagen nach Graubünden eingewandert sind...

Jedes Stück Bündnerfleisch, aber auch jedes andere AlpenHirt-Produkt ist jederzeit bis auf die Bündner Wiese zurückzuverfolgen. Vielen geht das zu weit. Verständlich! Wir essen da ja schliesslich ein Tier, das aus Fleisch und Blut bestand. Doch, so meine ich, ist es für uns sicherlich nicht vorteilhaft, wenn der Produzent die Herkunft verschleiert. Schon einmal darüber nachgedacht? Wir nennen diese ehrliche Rückverfolgbarkeit übrigens KuhTransparenz!

"Fett macht Fett" und "Kohlenhydrate machen dick"

Was sollen wir als mündige Konsumenten überhaupt noch glauben? Einst waren es die bösen Fette nun sind es die bösen Kohlenhydrate. Von den drei Hauptnährstoffen wurden einzig die Proteine noch nie verteufelt. Aus gutem Grund - lassen sie nicht nur unsere Muskeln wachsen...

Doch auch Proteine sind nicht gleich Proteine. Es gibt tierische Proteine und pflanzliche Proteine. Beide haben eine andere Aminosäuren-Zusammensetzung und auch hier helfen sie, wie bei allem, bei einer "Überdosierung" nicht nur den Muskeln zum wachsen, sondern auch den bösen Krebszellen. Sind deswegen nun auch Proteine böse? Was soll ich denn überhaupt noch essen?
Mehr dazu in einem der nächsten Blogs...
Ich kann dich beruhigen. Mit 1-2 Salsiz oder 150g Bindenfleisch hast du deinen Tagesbedarf gedeckt.

...will scho dr Urneni gwüsst het, was guat isch!

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Greco's Lädali-Tipp

Greco's Lädali-Tipp

Der Bravo Ravioli & Delikatessen Laden ist klein aber super fein, es riecht nach frischer hausgemachter Pasta, Lasagne und überrascht mit vielen ausgewählten Delikatessen. Es gibt immer feine Mittagsmenüs, die jeden Tag frisch zubereitet werden.
Es ist immer wieder „a schöna Moment“ bei Mara und Daniela einen leckeren Espresso zu geniessen. Mein Ravioli Tipp: Al Brasato 😉

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AlpenHirt ist und bleibt einzigartig!

Der Brand vom 28. April hat vieles zerstört. Das Fleischlager und die Logistik sind noch intakt.
Am meisten hilfst du uns mit einer Bestellung!
Lieben Dank.
AlpenHirt-Gründer Adrian Hirt