Die grossen Freuden kleiner Dinge

Kürzlich feierten wir den 2. Geburtstag meines Enkels. Beim Happy Birthday-Singen der anwesenden Gäste hörte der kleine Bub aufmerksam zu, reckte anschliessend begeistert seine Hände in die Höhe und brachte uns mit seiner Aufforderung «Meeh! Meeh! Meeh!» etliche Male dazu, das Lied zu seiner grossen Freude zu wiederholen.
Genau diese Erinnerung rief es in mir wach, als ich mich zum Thema «So bereitet Schenken Freude» hinwendete, um einen Text zu verfassen.
Im Vorfeld jener Geburtstagsfeier klärte ich mit den Eltern des Kleinen, was ein sinnvolles Geschenk wäre. Im Moment freue er sich noch über alles, was er bekomme, sei es ein Bagger für den Sandkasten oder eine Zwischenmahlzeit. Ein Paar warme Winterstiefel, so der Vorschlag der Eltern. Dies schien mir ein passendes Geschenk; zumal mir meine Schwiegertochter freudig schilderte, wie ihr Sohn im Schuhgeschäft begeistert Schuhe anprobieren liess und mit diesen jeweils stolz herummarschierte.

Da mein Enkel so gerne isst – ganz besonders Käse und Fleisch – bekam er und natürlich auch seine Eltern ein grosses Stück Alpkäse mit dazu.
Beim Auspacken des Geschenkes strahlte der kleine Mann übers ganze Gesicht und wollte die Stiefelchen auf der Stelle anziehen und den Gästen zeigen, wie gut es sich mit diesen umhergehen lässt.
Der Käse blieb vorerst im Kühlschrank, um nicht mit der Geburtstagstorte zu konkurrieren.

Mit der Zeit werden nicht nur die Kinder grösser – die Geschenke auch. Die vermeintlichen Bedürfnisse der Jugendlichen und Erwachsenen steigen.
Doch die Freude über den erfüllten Wunsch hält oft nicht lange an.

Das kindliche Strahlen und Staunen scheinen uns abhanden gekommen zu sein. Die Erwartungen, ein möglichst besonderes und kostbares Geschenk zu machen und die Tatsache, dass wir schon so vieles besitzen, erzeugt den Eindruck, uns zunehmend der Fähigkeit zu umfassender Freude zu berauben. Einige von uns haben aufgehört sich z.B. auf Weihnachten Geschenke zu bescheren; sie schenken sich lieber gegenseitig Zeit und gemeinsame Erlebnisse. Eine gute Idee. Doch die kleinen und beherzten Geschenke – die überraschenden Aufmerksamkeiten – würden mir fehlen.

Das einfache Leben in unserer Berghütte hat mir diesen Sommer aufgezeigt, wie wohltuend sich auf uns die Reduzierung materieller Dinge auswirkt, wie gut es tut die überreizten Sinne allmählich zu beruhigen und Mahlzeiten schlicht zuzubereiten. Die Sicht auf das Wesentliche und auf das, was im Leben wirklich zählt, wird wieder geschärft. Die echten Bedürfnisse lassen sich somit besser von den vielen Kompensationsversuchen unterscheiden.

Vielleicht sollten wir uns öfters die Frage gestatten: Was brauche ich jetzt genau in diesem Moment? Und erstaunlicherweise können sich aus dieser Frage unerwartete Möglichkeiten, sich selbst zu unterstützen, in uns erschliessen, die uns der kindlichen Freude wieder anzunähern vermögen. Denn deren Staunen entsteht aus dem Augenblick heraus und ohne Vorstellungen. Lassen wir uns also vom Leben wieder überraschen und berühren! Daraus ergibt sich unter Umständen wieder ein neues und lebendigeres Bedürfnis zu schenken.

So ist es wiederum mein Enkel, der am Telefon mit seinem sonnigen Gemüt und seinem «Hallo Nana!» mich berührt und mir auf einfache Weise aufzeigt, wie jeder Tag zum Erlebnis werden kann. Mir scheint, mit etwas Mut, einer Portion Neugierde und mit Humor lässt sich die Gewohnheit gut überlisten, um der spontanen Freude und unerwarteten Erlebnissen mehr Raum und Aufmerksamkeit zu gewähren. Der Start ins neue Jahr bietet sich ja geradezu perfekt an. So laden mein Mann und ich unsere Kinder und unseren Enkel zu einem Brunch ein, der nicht durch eine unglaubliche Vielfalt an exotischen und importierten Nahrungsmitteln hervorsticht, sondern durch seine Qualität an auserwählten und natürlichen Produkten. Was würde da nicht besser passen als etwas aus dem Angebot an Trockenfleisch-Spezialitäten von AlpenHirt – aus welchem wir immer wieder gerne etwas Neues ausprobieren, um gemeinsam kraftvoll ins neue Jahr zu ziehen. Brigitte Schocher

Hier findest du Geschenkideen vom Alpenhirt, die auch bei dir, deiner Familie und deinen Freunde zum Neujahrsbrunch keinesfalls fehlen dürfen.

AlpenHirt ist und bleibt einzigartig!

Der Brand vom 28. April hat vieles zerstört. Das Fleischlager und die Logistik sind noch intakt.
Am meisten hilfst du uns mit einer Bestellung!
Lieben Dank.
AlpenHirt-Gründer Adrian Hirt